Buchhändlerin Christina Njehu vom Literatourcafé sitzt auf einem türkisfarbenen Sessel in einem gemütlichen Raum mit roten Wänden und hält ein geöffnetes Buch. Neben ihr steht ein kleiner Tisch mit einer Zimmerpflanze darauf. Im Hintergrund sind Bücherregale zu sehen.

Inspired by Newcomer: Das Literatourcafé

Anfang 2025 hat Christina Njehu die Buchhandlung am Heinrich-König-Platz in Gelsenkirchen übernommen und stellt hier ihr Konzept vor.

13. April 2026 Lesedauer 3 min 0
Logo des Literatourcafés Kottmann am Heinrich-König-Platz

Liebe Christina Njehu, magst Du Dich einmal kurz vorstellen?

Ich bin Christina Njehu, Buchhändlerin und Inhaberin des Literatourcafés Kottmann am Heinrich-König-Platz in Gelsenkirchen. Ich komme ursprünglich aus dem Buchhandel und habe viele Jahre in verschiedenen Funktionen – zuletzt in der Filial- und Ausbildungsleitung – gearbeitet. Die Selbstständigkeit war für mich kein spontaner Schritt, sondern eine bewusste Entscheidung und fachliche Konsequenz.

Was hast Du vorher gemacht?

Ich komme aus der klassischen Sortimentsbuchhandlung und habe den Beruf von Grund auf gelernt. Nach meiner Ausbildung zur Buchhändlerin habe ich mehrere Jahre im Buchhandel gearbeitet und mich parallel zur staatlich geprüften Betriebswirtin mit Schwerpunkt Handelsmanagement weitergebildet. Zuletzt war ich als Filial- und Ausbildungsleitung tätig und habe dort neben dem Tagesgeschäft auch Verantwortung für Sortiment, Veranstaltungen und Marketing übernommen.

Neueröffnungen machen den Buchhandel bunter — und im Austausch miteinander können wir voneinander lernen und viel erfahren.

Im Januar war Christina Njehu zu Gast bei „Inspired by Newcomer“ und hat mit ihren Ideen und ihrer Energie begeistert.

Bereits zum zweiten Mal hatten wir Buchhändler*innen zum Campus.Dialog eingeladen, die in den letzten 24 Monaten ihre Buchhandlung eröffnet haben.

Wann hast Du übernommen und was ist das Besondere an deiner Übernahme?

Ich habe Anfang 2025 die Buchhandlung Kottmann am Heinrich-König-Platz übernommen und zum Literatourcafé weiterentwickelt. Das Besondere ist das Konzept: Ich verstehe die Buchhandlung nicht nur als Verkaufsort, sondern als Aufenthalts- und Begegnungsort. Neben einem kuratierten Sortiment spielen Veranstaltungen und Gastronomie eine zentrale Rolle.

Wen möchtest Du mit dem Literatourcafé ansprechen und wer kommt zu Dir?

Ich möchte bewusst ein breites Publikum ansprechen – von klassischen Buchkund*innen bis hin zu Menschen, die vielleicht nicht gezielt wegen eines Buches kommen, sondern wegen der Atmosphäre, Veranstaltungen oder des Aufenthalts. Gerade die Mischung macht es spannend: Stammkundschaft, neue Zielgruppen, jüngere Besucher*innen und Menschen aus der direkten Nachbarschaft.

Stand des Literatourcafés auf einem Festival.
reinGElesen (Foto © Christina Njehu)
Eine Band performt im Literatourcafé vor einem Publikum in einem Raum voller Regale mit Büchern und Comics. Der Raum ist in rotem Licht getaucht, und das Publikum ist begeistert, einige Menschen filmen oder fotografieren den Auftritt.
reinGEhört (Foto © Christina Njehu)
Bücherregale in der Buchhandlung Literatourcafé.
reinGEschaut (Foto © Christina Njehu)

Wie hast Du Dich auf die Übernahme vorbereitet?

Ich habe mich sowohl praktisch als auch theoretisch intensiv vorbereitet. Neben meiner langjährigen Berufserfahrung im Buchhandel habe ich mich betriebswirtschaftlich weitergebildet und gezielt im Bereich Digitalisierung und Marketing ergänzt. Außerdem habe ich mich früh mit dem Thema Selbstständigkeit auseinandergesetzt und mein Konzept über Jahre hinweg entwickelt.

Was hast Du gelernt und was kannst Du anderen raten, die gern übernehmen wollen?

Ich habe gelernt, dass nicht jede Idee automatisch wirtschaftlich sinnvoll ist und dass Priorisierung eine der wichtigsten Aufgaben im Alltag ist. Mein Rat wäre: Ein klares Profil entwickeln, früh Verantwortung übernehmen und sich nicht davor scheuen, Entscheidungen zu treffen – auch wenn sie unbequem sind.

Wo stehst Du aktuell und was ist Dein Ziel?

Ich bin aktuell dabei, das Konzept des Literatourcafés weiter zu etablieren und zu schärfen. Besonders die Verbindung aus Buchhandlung, Veranstaltungen und Aufenthaltsqualität entwickelt sich sehr positiv. Ziel ist es, den Laden langfristig als festen kulturellen Ort in der Stadt zu verankern und weiter auszubauen.

Wie kann man Dich bei Rückfragen am besten erreichen?

Am besten direkt im Laden am Heinrich-König-Platz, per Mail oder über unsere Website.

Vielen Dank für Deine interessanten Antworten und das Teilen Deiner Erfahrungen!

 


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