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November 2009 - kartoniert - 176 Seiten
In seinen Milieustudien liefert Edmund Edel ein lebendiges Bild der Wilhelminischen und Weimarschen Zeit, insbesondere die Aufbruchsstimmung im neuen Berliner Westen fängt er treffend ein. Die rasant wachsende Großstadt, der sich ständig beschleunigende wirtschaftliche Aufschwung, der Luxus und Glamour in den Salons und Vergnügungspalästen der Hauptstadt bilden den Rahmen seiner Erzählungen. In 'Poker - Ein Spielerroman' (erstmals 1912 erschienen) beschreibt Edel den Konsumrausch der Neureichen, den in sämtliche Lebensbereiche eindringenden glücksspielartigen Spekulationsgeist und das damals grassierende Pokerfieber. Selbst ehrbare Kaufleute und gutbürgerliche Existenzen wurden in den Strudel hineingezogen. Parallelen zum heutigen Kasino-Kapitalismus drängen sich auf. 'Poker' wurde 1928 unter dem Titel 'Wenn die Mutter und die Tochter ...' verfilmt. Die Hauptrollen spielten Hans Adalbert Schlettow (als Arthur Holzenberger) und Vera Schmiterlöw (als Lilly Flatauer). Regie führte Carl Boese.
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