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September 2009 - kartoniert - 235 Seiten
Pablo Neruda (geboren 1904) starb am 23. September 1973, wenige Tage nach
dem Sturz und Tod Salvador Allendes. Mit beider Tod wurde das freie Chile begraben.
Nerudas Begräbnis wurde zur ersten großen Demonstration gegen die
Militärdiktatur. Pablo Neruda war und ist noch immer der populärste Lyriker
Lateinamerikas und auch der einzige Dichter dieses Kontinents, der in Deutschland
einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde, vor allem mit seinen »Zwanzig
Liebesgedichten« und seinen Memoiren »Ich bekenne ich habe gelebt«. Der
Literaturnobelpreis von 1971 galt einem längst berühmten Autor für sein gewaltiges
Werk und für sein großes humanes Engagement. Alle Haltungen, alle Positionen
des lyrischen Ich, das sich mit der Welt im Widerstreit sieht, hat Neruda
als Botschafter des Wortes durchexperimentiert. Mit seinem politischen Engagement
war er ein Kosmopolit: Mit "Spanien im Herzen" dichtete er gegen die
Erhebung Francos, er war Senator und Wahlkampfhelfer in Chile, Botschafter in
Paris. Neruda war das, was man sich unter einem engagierten Dichter vorstellt,
der immer im Gedicht Stellung bezog, die Partei der Unterdrückten ergriff, mal
stürmisch revolutionär, mal pathetisch-melancholisch und immer voll Leidenschaft.
Mit seinen über 40 Gedichtbänden hat er ein universelles Werk geschaffen.
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