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Juni 2009 - gebunden - 277 Seiten
Die Umwelt des Neuen Testaments in Bildern
500 Fotos führen ein facettenreiches Bild der Welt vor, in der das frühe Christentum entstand.
Die Welt, in der das frühe Christentum entstand, war das den ganzen Mittelmeerraum umspannende Römische Reich und die diesen Raum bestimmende hellenistisch-römische Kultur. Das Urchristentum ist ja nicht von außen in diese Welt eingedrungen, sondern hat sich in dieser Welt überhaupt entwickelt und hier seine Gestalt gewonnen. Trotz der fundamentalen religiösen Differenzen waren die Christen selbst Teil dieser Welt. Diese Welt war ihr Lebensraum. In ihr waren sie geboren und aufgewachsen, und trotz aller Konflikte: Es gab für sie keine andere Welt, und mit ihr setzten sie sich auseinander. Ohne Kenntnis dieser Lebenswelt sind daher viele Zeugnisse des Urchristentums, allen voran die Schriften des Neuen Testaments, oft nur unvollständig oder manchmal auch gar nicht verständlich.
Von der hellenistisch-römischen Welt sind noch viele sichtbare Zeugnisse vorhanden, in zahlreichen Ausgrabungsstätten und in vielen Museen. Durch über 500 thematisch geordnete Abbildungen werden diese Zeugnisse zur Anschauung gebracht und interpretiert. Die Darstellung behandelt in drei großen Teilen 1. die kulturelle und wirtschaftliche Globalisierung der Mittelmeerwelt, 2. die Stadt als Lebensraum und 3. die religiöse Welt der Antike. Dabei werden die einzelnen Abschnitte inhaltlich kurz eingeführt und die jeweilige Abbildung gezielt erläutert. Auf diese Weise entsteht ein facettenreiches Bild der wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und religiösen Welt, in der das frühe Christentum entstand und sich behaupten musste.
Inhalt
0 Einführung
1. Die doppelte Globalisierung der antiken Welt
1.1 Der Hellenismus als globales Kulturprojekt: Beginn und Ausbreitung im östlichen Mittelmeerraum
1.1.1 Westliches Kleinasien: eine jahrhundertealte Symbiose
1.1.2 Phönizien, Syrien und Arabien: Übernahme und neue Synthesen
1.1.3 Grenzen der Hellenisierung: Ägypten
1.1.4 Hellenisierung als Trauma: Das Judentum in Jerusalem und Palästina
1.1.5 Eine eigenständige Form der Hellenisierung: Rom
1.2 Die Ausdehnung des Römischen Reiches und die Romanisierung des Westens - Rom und seine Provinzen
2. Die antike Stadt als Lebensraum
2.1 Das öffentliche Leben
2.1.1 Der öffentliche Raum: öffentliche Gebäude und Plätze, Straßen und Wasserversorgung
2.1.2 Das Bildungswesen: Gymnasien und Bibliotheken
2.1.3 Das Rechtswesen
2.1.4 Freizeit: Thermen, Theater, Amphitheater, Hippodrom
2.1.5 Handel und Verkehr: Handelsagora; macellum; Läden, Häfen
2.2 Gesellschaftliche Strukturen
2.2.1 Arm und Reich, oben und unten: Freie, Freigelassene und Sklaven; soziale Abhängigkeit (Klientelwesen)
2.2.2 Wohltäter und Sponsoren
2.2.3 Vereinswesen
2.2.4 Die öffentliche Rolle der Frau
2.3 Haus und Familie
2.3.1 Wohnen und soziale Schichtung
2.3.2 Familie - Mann und Frau
2.3.3 Häuslicher Kult und Aberglaube (böser Blick)
2.4 Bestattung und Totenkult
3. Städtische und überregionale Kulte
3.1 Tempel, Opfer und Feste
3.2 Besonders wichtige Gottheiten: Artemis, Athena, Zeus, Apoll usw.
3.3 Wichtige Wallfahrtsziele und überregionale Wettkämpfe: Delphi, Olympia
3.4 Heilkult: Asklepios
4. Mysterienkulte
4.1 Eleusis, Dionysos
4.2 Isis, Sarapis
4.3 Mithras
5. Herrscherkult
5.1 Hellenistischer Heroen- und Herrscherkult
5.2 Römischer Kaiserkult
6. Das Judentum in der hellenistischen Welt
7. Rückblick
Dr. theol. Dietrich-Alex Koch ist Professor em. für Neues Testament und war Direktor des neutestamentlichen Seminars der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster.
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