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Oktober 2000 - kartoniert - 109 Seiten
Carl Peters wurde 1856 als Sohn eines Pastors in Neuhaus an der Elbe geboren. Nach seiner Promotion zum Doktor der Philosophie 1880 in Berlin entwickelte er sich zu einem der führenden Kolonialisten im kaiserlichen Deutschland.
Die Kolonialgegner, vor allem der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete August Bebel, brachten den "Fall Peters" 1896 im Reichstag zur Sprache und betrieben seine Ablösung.
Carl Peters verkörperte beispielhaft den deutschen Kolonialismus der 80er und 90er Jahre des 19. Jahrhunderts in seiner extremsten und radikalsten Ausprägung. Von seinen politischen Freunden bereits zeitlebens als Held betrachtet und über Jahrzehnte als Vorbild für die jüngere Generation dargestellt, galt er seinen politischen Gegnern als Verkörperung der extremen politischen Rechten, als Unterdrücker und "Hänge-Peters". Der "selbstsüchtige Oberlehrer Dr. C. Peters" vertrat einen besonders "aggressiven und übersteigerten Nationalismus mit anderen alldeutschen Elementen".
NEUER HOCHSCHULSCHRIFTENVERLAG ISBN 3-935319-05-3
Dr. Ingo Koch & Co. KG
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