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September 2008 - kartoniert - 136 Seiten
Während der Irak-Krise 2002/2003 brach eine
politische und wissenschaftliche Diskussion darüber
aus, ob sich die Bundesregierung durch die Ablehnung
des Irak-Krieges und den Schulterschluss mit
Frankreich auf internationaler und europäischer Ebene
von ihrer traditionellen Bündnispolitik gegenüber den
USA abwendet. Julia Langbein geht dieser Frage nach
und analysiert, ob während der Irak-Krise ein Wandel
der transatlantischen Bündnispolitik stattfand und
wie er theoriegeleitet erklärt werden kann. Das Buch
zeigt, dass die transatlantische Bündnispolitik
Deutschlands während der Irak-Krise eine
Transformation vollzog: Sie verlief zwar jenseits des
"Kontinuitätskorridors". Der außenpolitische Kurs
Deutschlands änderte sich aber nicht grundlegend. Bei
der Erklärung des Wandels kommt die Autorin zu dem
Schluss, dass die Bundesrepublik mit einer schwachen
Gegenmachtbildung auf den Wandel der USA zu einem
imperialen Hegemon reagierte. Diese Reaktion hatte
ihre Ursache weniger in der Zunahme relativer
Machtunterschiede, sondern vielmehr in einer
wachsenden ideologischen Distanz. Das Buch richtet
sich an Politik- und Sozialwissenschaftler, Praktiker
und die interessierte Öffentlichkeit.
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