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August 2008 - kartoniert - 272 Seiten
Karin Wenger arbeitet als Reporterin im Nahen Osten und berichtet hautnah von der Eskalation der Gewalt seit der zweiten Intifada. Den vielen namenlosen Leidtragenden des Konfliktes will sie eine Sprache geben. Ein junger Palästinenser im grössten Flüchtlingslager im Westjordanland erzählt von seiner Zeit im Gefängnis und von den Folgen der israelischen Zermürbungsstrategie. Neun junge Israeli, die sich an ihre Militäreinsätze in den besetzten Gebieten erinnern, berichten aus ihrer Sicht von ständiger Angst und Überforderung.
Dieses Buch ist keine weitere Analyse des politischen Stillstands, sondern gewährt einen höchst persönlichen und erschütternden Einblick in das Leben der von den politischen Entscheidungen direkt Betroffenen.
Die Gewaltspirale im Nahen Osten dreht sich seit Ausbruch der zweiten Intifada im Jahr 2000 immer schneller. Der Konflikt polarisiert wie kein anderer. Wahrgenommen werden jedoch vor allem jene Ereignisse, die Schlagzeilen machen: palästinensische Selbstmordanschläge, israelische Militärinvasionen und gescheiterte Friedensverhandlungen. In Checkpoint Huwara lässt die Autorin israelische und palästinensische «Helden» von ihrem Alltag erzählen. Aus ihrer Sicht berichten sie von ständiger Angst und Überforderung und davon, dass der Kriegsdienst aus Menschen Maschinen macht. Und sie erzählen von Mauern und Sperrzäunen, nicht nur von denen, die Israel bauen liess, um das Westjordanland von Israel abzutrennen, sondern vor allem von der Mauer des Schweigens.
ISBN 978-3-7205-3077-4
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