Gerade in studentisch geprägten Städten - wie Göttingen - sind Schwarze Bretter ein fester Bestandteil des Alltags. Bei der Vermittlung von Wohnraum spielen sie nach wie vor eine wichtige Rolle. Eine genauere Betrachtung der Vermittlungsaushänge zeigt, dass oft ein ganz erhebliches Maß an Kreativität für ihre Gestaltung aufgewandt wurde. Deshalb müssen sie als Alltagskunst angesehen werden.Da diese "Zettel" normalerweise im Altpapier verschwinden, dürfte die hier vorgelegte Dokumentation einzigartig sein. Sie umfasst eine Auswahl von 80 Aushängen, gesammelt über einen Zeitrahmen von 15 Jahren. In einem Kommentar erfolgt eine Einordnung in die Bedingungen des Wohnungsmarktes und in die studentische Kultur der Zimmervermittlung.
I. Von der Zettelsammlung zum BuchII. Alltagskunst - die SammlungIII. Über schwarze Bretter und AushängeIII.1 Schwarze BretterIII.2 Die Gestaltung der AushängeIV. Zu Wohnungsmarkt und VermittlungIV.1 WohnenIV.2 Die Situation in GöttingenV. SchlussbemerkungVI. Bildteil
Martin Heinzelmann, Dr. disc. pol. Geboren 1961 in Lippstadt/NRW, dort Abitur und Gärtnerausbildung. Ab 1985 Studium der Soziologie, Germanistik und Völkerkunde in Göttingen. Autor mehrerer Bücher zu lokalen Themen. Mitarbeit bei der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.