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November 2007 - Audio-CD
Es ist zu sehen, zu lesen, zu hören: Seine Frau und sein Mädchen vermissen ihn immer noch. Thomas Brasch, Schriftsteller, Lyriker, Dramatiker, starb 2001. Katharina Thalbach, die 33 Jahre lang seine Gefährtin war, sitzt stolz und verschmitzt neben ihm, auf diesem Foto im Booklet, und sie schreibt auch noch einen Brief an ihren "wasbinichohnedich", einen Liebesbrief, der zum Weinen zart ist wie Braschs Gedichte.
58 Texte des toten Dichters tragen Thalbach und ihre Tochter Anna, 1973 geboren, auf diesen zwei CDs vor. Anna liest beispielsweise "Für Anna die in die Schule muss": "In der Schule lernst du nicht,/ was dir nach der Schule nützt,/ dass keiner, wenn dein Rückgrat bricht,/ dich stützt." Dann wird Anna 18, dann stirbt ihre Tante, und doch, so jedenfalls klingt es: Einer war damals da, der stützte das Kind und auch die Mutter, die Geliebte.
Klaus Brinkbäumer, KulturSPIEGEL 01/08
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