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März 2007 - gebunden - 216 Seiten
1765 eröffnete Salomé de Gélieu (1742-1820), eine calvinistische Pastorentochter hugenottischer Abstammung, in ihrem Schweizer Heimatort Neuchâtel ein Mädchenpensionat, das bald einen ausgezeichneten Ruf besaß. 1768 ging Salomé nach England, wo sie neun Jahre lang als Gouvernante in Diensten zweier hochadeliger Familien, der Marlboroughs und Galloways, stand. 1785 wurde ihr am Darmstädter Hof die Erziehung der damals neunjährigen Luise von Mecklenburg-Strelitz, der späteren preußischen Königin, und deren Schwestern Therese und Friederike übertragen. Wie sehr Salomé von ihnen verehrt wurde, zeigen u. a. noch erhaltene Briefe und Geschenke. Als Anhängerin von Rousseaus "natürlicher Erziehung" rechnete sich Salomé de Gélieu selbst als größtes Verdienst an, die "glückliche Natur" ihrer Schülerin Luise "nicht verdorben" zu haben.
Die spannende Biografie der Salomé de Gélieu vermittelt nicht nur einen Einblick in das Leben einer Frau des 18. Jahrhunderts, die einen eigenen, von ihr selbstbestimmten Weg ging, sondern auch in die Praxis damaliger Mädchenerziehung und -bildung.
Zahlreiche erstmals veröffentlichte Abbildungen und Briefe aus dem Privatarchiv der Familie Gélieu ergänzen die gut geschriebene Darstellung.
Welche Bildung brauchen Frauen? Um diese Frage wurde zu Lebzeiten von Salomé de Gélieu (1742-1820) heftig gestritten. Zu viel Wissen entfremde die Frauen ihrer weiblichen Rolle als Ehefrau, Hausfrau und Mutter, befürchteten die einen. Eine ungebildete Frau langweile den Ehemann, schade dem Ansehen der Familie und der Erziehung der Kinder, konterten die anderen. Die Biografie von Salomé de Gélieu eröffnet nicht nur einen bisher weitgehend unbekannten Einblick in das Leben einer Erzieherin des 18. Jahrhunderts, sondern auch in die damalige Praxis weiblicher Bildung.
Zusammen mit ihren zwei Schwestern eröffnete die calvinistische Pastorentochter Salomé de Gélieu in ihrer Heimatstadt Neuchâtel ein Mädchenpensionat. Ihr guter Ruf brachte ihr eine Stellung als Gouvernante hochadeliger Töchter in England ein. Danach erzog sie acht Jahre lang Luise von Mecklenburg-Strelitz, die spätere preußische Königin, und ihre Schwestern Therese und Friederike. Wie sehr Salomé von Ihnen geschätzt wurde, zeigen u. a. die in diesem Buch erstmals veröffentlichten Briefe.
Die außergewöhnliche Lebensgeschichte der Salomé de Gélieu ist illustriert mit zahlreichen Abbildungen aus dem Privatarchiv der Familie Gélieu.
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