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Juli 2006 - kartoniert - IX227
Viele Referendarinnen und Referendare, besonders diejenigen, die an beruflichen Schulen ihren Dienst beginnen, haben während ihrer Studienzeit kaum Gelegenheit gehabt, sich ausreichend mit Pädagogik und Psychologie auseinander zu setzen. Gleichzeitig spüren sie, dass eine Beschäftigung mit diesen Fächern für den neuen Berufsalltag unentbehrlich ist. Die einschlägige wissenschaftliche Literatur ist jedoch vielfach nicht leicht zu verstehen und der Bezug zur Praxis nicht immer evident. Hier schließt das vorliegende Buch eine Lücke.
Die Autorin, die neben dem Schuldienst 16 Jahre am Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Berufliche Schulen) tätig war, weiß um diese Schwierigkeiten und kennt die Vorbehalte vieler Lehreranwärter der "grauen Theorie" gegenüber. Jedes Kapitel ihres Theoriebuches beginnt deshalb mit einer "Fragestellung" aus der Sicht der Praktiker. Danach wird die jeweilige Theorie knapp und sachlich vorgestellt. Zum Schluss werden jedes Mal "Konsequenzen für die Praxis" erörtert.
Um einer theoriegeleiteten Praxis willen werden außerdem Fächergrenzen gesprengt. Anstatt nach Disziplinen zu unterscheiden, werden Themen behandelt, für die pädagogisches und psychologisches Professionswissen unentbehrlich ist. Solche Themen sind Fragen des Lehrens und Lernens, der Didaktik, der Bedingungen des Lernens, der Persönlichkeits-Faktoren von Schülern und Lehrern bis hin zu Beurteilungsfragen und Fragen der Kommunikations-Psychologie. Zum Schluss wird ein Überblick über Pädagogik und Pädagogische Psychologie als Wissenschaften gegeben und eine Weiterbeschäftigung mit beiden Fächern angeregt. Literaturhinweise, die auf die Kapitel bezogen sind, viele Querverweise und ansprechende Illustrationen der Autorin runden den Band ab.
Das vorliegende Buch erfüllt sowohl die Erwartungen, die an ein Lehrbuch für Prüfungszwecke gestellt werden, als auch diejenigen, die einen Leitfaden für die Praxis auszeichnen.
Die Autorin:
Michaelis-Jähnke, Karin, Dr. phil. geb. 1941, verheiratet, drei Kinder (geboren 1966,1968,1972). Von 1961 bis 1967 Studium der Germanistik und Anglistik in Heidelberg, anschließend Gymnasiallehrerin für Deutsch und Englisch. Während einer Familienpause ab 1975 Zweitstudium und Promotion in Erziehungswissenschaften. Ab 1980 Veröffentlichungen und Honoraraufträge in der Erwachsenenbildung. Von 1982-1983 Vertretungsprofessur für Allgemeine Pädagogik an der Universität Karlsruhe. 1984 Wiederaufnahme des Schuldienstes; Wechsel in das berufliche Schulwesen. Unterricht an sechs Schularten, vom Technischen bzw. Ernährungswissenschaftlichen Gymnasium über ein- und zweijährige Berufskollegs und Fachschulen bis zum Berufsvorbereitungsjahr. Gleichzeitig Lehrbeauftragte für Pädagogik und Pädagogische Psychologie am Staatlichen Seminar für Schulpädagogik (BS), Karlsruhe. Zusatzausbildung in klientenzentrierter Gesprächsführung und Beratung (akt).
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