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Schreiben Sie eine Bewertung für: Das erzählerische Werk 16. Die Poggenpuhls
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Juli 2006 - gebunden - 289 Seiten
Seit dem ruhmreichen Schlachtentod des Majors wohnt die Witwe Albertine Pogge von Poggenpuhl mit ihren drei Töchtern in einer respektablen Berliner Gegend, aber in ärmlichen Verhältnissen. Doch der berühmte Name verpflichtet, auch wenn der Mangel inzwischen überall durchscheint und die Interessen der Jugend notgedrungen ganz andere sind. Die Zeit der Heldentaten liegt zurück, selbst das Ölbild eines kämpfenden Ahnen hält nicht mehr an der Wand, dafür jagen Töchter und Söhne den trügerischen Bildern von Glück und Liebe, Wohlstand und Sicherheit nach. Leo, der jüngste Sproß und Tunichtgut der Familie, schmiedet zwar Schlachtpläne, doch die beziehen sich auf Abendunterhaltungen und schmackhaftes Essen. Sein Schwadronieren über Gott und die Welt, vor allem aber über die Pfade zum Goldenen Kalb ist von umwerfender Komik. Sie alle spielen ihre Rolle, und jeder meint das Heft noch in der Hand zu haben.
Vorzügliche Textdarbietung und umfassender Kommentar sind die Charakteristika auch dieses Bandes der Großen Brandenburger Ausgabe, für den Gabriele Radecke bisher unbekanntes Archivmaterial nutzen konnte.
Theodor Fontäne
Große Brandenburger AusgabeDas erzählerische Werk
1/2 Vor dem Sturm
3 Grete Minde
4 L'Adultera
5 Ellernklipp
6 Schach von Wuthenow
7 Graf Petöfy
8 Unterm Birnbaum
9 Cécile
10 Irrungen, Wirrungen
11 Stine
12 Quitt
13 Unwiederbringlich
14 Frau Jenny Treibel
15 Effi Briest
16 Die Poggenpuhls
17 Der Stechlin
18 Frühe Erzählungen
19 Von vor und nach der Reise
20 Mathilde Möhring
21 Späte Fragmente
Fontanes kürzester Roman ist ein Meisterwerk von atmosphärischem Zauber und psychologischer Subtilität - ein höchst amüsantes Kabinettstück über die Verkehrung von Sein und Schein, in dem sich Komik und Kritik auf unnachahmliche Weise durchdringen. Vor allem die jungen Leute fragen sich, welche Rolle ihnen in diesem Spiel des Lebens zugedacht ist.
"An den "Poggenpuhls" habe ich, über Erwarten, viel Freude. Daß man dies Nichts, das es ist, um seiner Form willen so liebenswürdig anerkennt, erfüllt mich mit großen Hoffnungen, nicht für mich, aber für unsre literarische Zukunft."
Fontäne an Georg Friedlaender, 4. Januar 1897
3-351-03128-9
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