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Dezember 2005 - kartoniert - 544 Seiten
Warum kam es nach der Wiedervereinigung zu einer besonders rigorosen Privatisierung des volkseigenen Vermögens der DDR, die zum Verlust von rund einem Drittel der früheren Arbeitsplätze führte? Weshalb wurde für diese Aufgabe eine Zentralbehörde eingerichtet, die eher der zentralistischen Verwaltungsstruktur der DDR als der föderativen Verfassungsordnung der Bundesrepublik entsprach? Warum wurde die Treuhandanstalt 1994 nur scheinbar aufgelöst, um als Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben weiter zu existieren? In der vorliegenden politischen Institutionengeschichte werden diese paradoxen Entwicklungen rekonstruiert. Das Treuhandregime erweist sich als Ausdruck der Illusionen von 1990 und Instrument der kontrollierten Desillusionierung zugleich. So ist die Geschichte der Treuhandanstalt eine politische Erfolgsgeschichte nicht ohne Tragik, hatte sie doch Erfolglosigkeit auf wirtschaftlichem Gebiet und drastisch enttäuschte Hoffnungen der Ostdeutschen zur Voraussetzung.
ISBN 3-593-37979-1
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