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Wolfgang Amadeus Mozart
Violinkonzert Nr. 3 KV 216
Violinkonzert Nr. 4 KV 218
Adagio KV 261
Rondo KV 269
Julia Fischer, Violine
Netherlands Chamber Orchestra
Yakov Kreizberg
Aufgenommen in der Waalse Kerk in Amsterdam, April 2005
"Ich brauche diese wirklich absolute Reinheit!"
Julia Fischer veröffentlicht ihre neue CD mit Mozarts Violinkonzerten
"Die Münchnerin [Julia Fischer] ist eine der vielversprechendsten deutschen Geigenhoffnungen - ein Multitalent, das mit beängstigender technischer Perfektion, Tonkultur und Ausdruck in allen musikalischen Stilen zu Hause zu sein scheint." (Ruhr Nachrichten) Nach ihrem von der Presse hoch gelobtem CD-Debüt mit Russischen Violinkonzerten und der Aufnahme von Bachs Werken für Solo-Violine hat sich die junge Ausnahmegeigerin Julia Fischer als nächstes Projekt - pünktlich zum Mozartjahr 2006 - die Gesamtaufnahme von Wolfgang Amadeus Mozarts Violinkonzerten vorgenommen. Im Herbst 2005 erschien die erste von insgesamt drei CDs mit den Violinkonzerten Nr. 3 in G-Dur KV216 und Nr. 4 in D-Dur KV218, dem Adagio für Violine und Orchester in E-Dur KV 261 sowie dem Rondo in H-Dur KV269, aufgenommen mit dem Niederländischen Kammerorchester unter der Leitung von Yakov Kreizberg.
Bereits seit frühester Jugend ist die 22-jährige Münchnerin eng mit den Werken Mozarts verbunden. Schon als 6-Jährige spielte sie das dritte Violinkonzert mit großer Begeisterung. "Dann kam irgendwann die Phase, wo ich mit Mozart nicht mehr wirklich zu recht kam und ehrlich gesagt nicht mehr besonders gut gespielt habe", gesteht Julia Fischer in einem Interview mit der Musikzeitschrift Pizzicato. Die Wiederentdeckung ihrer Liebe zu dem Salzburger Komponisten verdankt die Violinvirtuosin ihrem Bruder, der zwar heute Ingenieur ist, aber eine hervorragende pianistische Ausbildung genossen hat und vor allem Mozart liebt. Er hat seine Schwester ¿gezwungen¿, Mozart mit ihm zu spielen, und sie so wieder an den Komponisten herangeführt. Heute kann sich die erfolgreiche Musikerin ein Leben ohne Mozart gar nicht mehr vorstellen. "Ich bin heute wirklich von ihm total abhängig. Wenn ich Mozart nicht ständig spiele, ihn zwei oder drei Monate überhaupt nicht in meinem Programm habe, dann werde ich richtig nervös. Ich brauche diese wirklich absolute Reinheit, wo keine Note zuviel ist!"
Mozart revolutionierte mit seinen fünf Violinkonzerten, die er zwischen 1773 - 1775 komponierte, die Form der konzertanten Vorstellung. Aus einem Nebeneinander des Solisten und des Orchesters wird ein Dialog der Stimmen; aus einer Monothematik ein dynamischer Themendualismus. Wolfgang Amadeus Mozart widmete sich der Gattung des Violinkonzertes erst, als er sich dazu bereit fühlte, die schwierige Balance zwischen Solist und Orchester zu bewältigen. In gleicher Weise fühlt die Interpretin sich erst nach akribischer Vorbereitung dazu bereit Werke auf CD aufzunehmen. So überzeugt auch ihre neueste Mozart-Produktion mit einem herausragenden Maß an musikalischem Verständnis und technischer Brillanz.
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