Bewertung schreiben
Schreiben Sie eine Bewertung für: Das Bildnis des Dorian Gray. 7 CDs
Nur die mit fett gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden!
Juni 2005 - Audio-CD
Oscar Wilde (1854-1900), einer der bedeutendsten Autoren des europäischen Fin de siècle, errang Weltruhm mit dem Roman Das Bildnis des Dorian Gray (1891), der Geschichte eines Genußmenschen, der sein Leben zum ästhetischen Kunstwerk machen möchte und darüber tiefster Verzweiflung anheimfällt. Dorian, ein reicher und schöner junger Mann, wird von der faszinierenden Persönlichkeit Lord Henry Wottons, eines geistreich-zynischen Dandys, unwiderstehlich angezogen und macht sich dessen Hedonismus zueigen. Er fängt an, sein Leben frei von moralischen Bedenken zu führen, treibt seine Geliebte in den Selbstmord, als sie ihm lästig fällt, und gerät immer tiefer ins Verderben. Trotz all seiner Ausschweifungen bleibt er jung und schön; doch das Bildnis, das ein Maler von dem Zwanzigjährigen geschaffen hat, verändert sich und spiegelt Dorians seelischen und körperlichen Verfall wider.
Wildes Kunst, pointierte Dialoge zu schreiben, erreicht im Bildnis des Dorian Gray ihren Höhepunkt, und verschwenderisch sind darin funkelnde Aphorismen, Sentenzen und Paradoxe ausgestreut. Unter der glänzenden Oberfläche geistreicher Provokationen geht es indessen um die Frage menschlicher Verstrickung und Schuld.
Die Hauptfigur, der reiche und schöne Dorian Gray, besitzt ein Porträt, das statt seiner altert und in das sich die Spuren seiner Sünden und Vergehen einschreiben. Während Gray immer maßloser und grausamer wird, bleibt sein Äußeres dennoch jung und makellos schön. Schließlich zerstört er in Verzweiflung das Bild und vernichtet dadurch auch sich selbst.
7 Audio-CDs, 1 Bonus-CD im MP3-Format, Laufzeit ca. 7:50 Stunden.
Anzahl der Meinungen insgesamt: 1
Der einzig wahre Dandy
von
Klaus Rössler
(www.virtualcity.de)
, 06.12.2006