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Juni 2005 - kartoniert - 312 Seiten
Von allen literarischen Werken über den Holocaust ist dieses wohl das radikalste. Was macht den "Roman eines Schicksalslosen" so beunruhigend anders? Ist es der unschuldig optimistische Ton des jüdischen Jungen, der seine Deportation als Aufbruch ins Unbekannte und die Ankunft in Auschwitz als groteskes Spektakel erzählt? Liegt die Blasphemie darin, daß er bereitwillig die Logik der Lager erprobt, seine Sache möglichst gut machen will? Es gibt kein literarisches Werk, das in dieser Konsequenz, ohne zu deuten, ohne zu werten, der Perspektive eines staunenden Kindes treugeblieben ist.
Anzahl der Meinungen insgesamt: 1
große Literatur **********
von
Elisabeth Stein-Salomon
, 06.12.2006