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September 2007 - gebunden - 272 Seiten
Bibliotheken sind auratische Orte: Kathedralen des Wissens, Tempel der Weisheit, Oasen der Stille. Auch die nüchternste, funktionalste Architektur durchweht noch ein Hauch sakraler Feierlichkeit, ganz zu schweigen von den prächtigen Klosterbibliotheken des Barock, den Bücherspeichern altehrwürdiger Universitäten oder den heiteren Studiolos aufgeklärter Fürsten. Candida Höfer, 1944 geboren und die erste in der Reihe der Becher-Schüler, "sammelt" seit ihren Anfängen Mitte der 70er Jahre öffentliche Räume: Museen, Foyers, Ausstellungshallen, Vorlesungssäle -- und immer wieder Bibliotheken, denen unser neuer Höfer-Band gewidmet ist. Diskretion ist das Markenzeichen von Candida Höfers Photographie. Und so kommen Menschen praktisch nicht vor in ihren Bildern von Bibliotheksräumen jeder Größenordnung und jeden Alters in Europa und den USA, darunter die Bibliothèque nationale de France, der Escorial, die Pierpont Morgan Library in New York, die Villa Medici in Rom und die Weimarer Anna-Amalia-Bibliothek vor der Tragödie.
Die 120 Farbtafeln werden begleitet von einem Essay des italienischen Bestseller-Autors und Philosophen Umberto Eco, dessen Affinität zu Büchern und Bibliotheken sich spätestens seit seinem Erfolgsroman Der Name der Rose weltweit herumgesprochen hat.
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