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Februar 2012 - kartoniert - 192 Seiten
Allee Miller studierte in Basel Philosophie, Psychologie und Soziologie. Nach der Promotion machte sie in Zürich ihre Ausbildung zur Pschoanalyse und übte 20 Jahre lang diesen Beruf aus. 1980 entschloß sie sich, ihre Praxis und Lehrtätigkeit aufzugeben, um zu schreiben. Seitdem veröffentlichte sie 7 Bücher, in denen sie die breite Öffentlichkeit mit den Ergebnissen ihrer Kindheitsforschungen bekannt machte. Die verborgenen Manipulationen in der Erziehung und Politik aufzudecken war lange das Ziel ihrer Bemühungen Heute befaßt sie sich u. a. mit der Analyse von vereinnahmenden Gruppen. 1986 erhielt sie in New York den Janusz-Korczak-Preis. Gemeinsame Leitthemen der in diesem Band enthaltenen drei Studien sind die Ursprünge des Selbstverlustes und Wege der Selbstfindung. Das Drama des begabten, das heißt sensiblen, wachen Kind besteht darin, daß es schon sehr früh Bedürfnisse seiner Eltern spürt und sich ihnen anpaßt, indem es lernt, seine intensiven, aber unerwünschten Gefühle nicht zu fühlen. Obwohl diese »verpönten« Gefühle später nicht immer vermieden werden können, bleiben sie doch abgespalten, das heißt: der vitalste Teil des wahren Selbst wird nie in die Persönlichkeit integriert. Das führt zu emotionaler Verunsicherung und Verarmung (Selbstverlust), die sich in der Depression ausdrücken oder aber in der Grandiosität abgewehrt werden. Die aufgeführten Beispiele sensibilisieren für das nicht artikulierte, hinter Idealisierungen verborgene Leiden des Kindes wie auch für die Tragik der nicht verfügbaren Eltern, die einst selbst verfügbare Kinder gewesen sind. Alice Miller hat eine in vielen Jahren psychoanalytischer Tätigkeit erworbene reiche Erfahrung verdichtet und außerordentlich klar formuliert.
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