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September 2004 - kartoniert - 218 Seiten
Im 18. Jahrhundert vollzieht sich ein radikaler Umbruch: die Möglichkeit, die Gesellschaft aus einer Zentralperspektive zu beobachten, entfällt - womit auch die Annahme einer Steuerbarkeit gesellschaftlicher Operationen durch den Adel oder göttliche Providenz verloren geht. Zunehmend werden autonom operierende Teilsysteme beobachtbar, was zugleich eine verstärkte Kommunikation über Kontingenz, also die Tatsache, daß alles auch anders möglich wäre, provoziert.
Trotzdem ist Kommunikation über Steuerungsmodelle natürlich weiterhin möglich - was gerade auch im Sozialsystem Literatur geschieht. Der Sammelband untersucht die Steuerungsmodelle, die literarische Texte von Klopstock und Lessing über Jean Paul und Kleist bis Hölderlin und Goethe durch Semantiken der Inklusion, den Entwurf von ästhetischen Gesamtmodellen und den Bezug auf generalisierte Kommunikationsmedien angesichts dieser Umbruchsituation entwerfen. Mit Beiträgen von Friedrich Balke, Natalie Binczek, HeikoChristians, Bernhard Dotzler, Stefan Rieger, Gregor Schwering, Joseph Vogl und Niels Werber.
ISBN 3-8260-2880-5
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