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September 2003 - gebunden - 615 Seiten
Zwei Hütten in einer kaukasischen Schlucht am Ufer des Verfluchten Flusses
dienen einer Dreiergruppe namenloser Ausgestoßener als Zufluchtsort. Ein
Fremder drängt sich der Gruppe als Vierter auf. Er hilft, daß Häuser und
eine Brücke entstehen. Sein Name, Azamas, deutet auf den Sänger im ossetischen
Volksepos, der die wundersame goldene Hirtenflöte zu spielen vermag. Durch
ihn sind die Bewohner gezwungen, ihre Namen wieder anzunehmen, und ihre
Vergangenheit kehrt zurück. Schon bald zieht es noch mehr Menschen zum
Fluß, und jeder von ihnen trägt mit seinen Fähigkeiten und Eigenschaften
zu der wachsenden Dorfgemeinschaft bei. Der Roman erschließt behutsam die
Einzelschicksale der Menschen; durch deren Ineinandergreifen wird das Dorf
zum kleinen Modell der Welt. Er besticht durch das Zusammenspiel von erzählerischer
Dichte und Spannung und dem poetischen Farbenreichtum seiner Sprache.
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