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Juli 2008 - gebunden - 923 Seiten
This book springs from presentations by a variety of top business leaders at the University of Michigan Business School. No other forum has brought together such combined practitioner-academic dialogue in response to the business revelations of 2002.
Die Konkretisierung des ordre public-Vorbehaltes im Anerkennungsrecht bereitet Juristen seit vielen Jahrzehnten Schwierigkeiten. Die vorliegende Untersuchung befaßt sich exemplarisch mit der Frage, inwieweit der Anerkennung einer ausländischen Entscheidung entgegengehalten werden kann, diese Entscheidung sei erschlichen worden.
Auf den ersten Blick herrscht weithin Einigkeit darüber, daß erschlichenen Entscheidungen die Anerkennung versagt wird. Bei genauerer Analyse des Meinungsstandes zeigt sich jedoch, daß viele Wissenschaftler und Gerichte den Einwand des Prozeßbetrugs nur unter bestimmten Voraussetzungen zulassen und die (angeblich) betrogene Partei in anderen Fällen für "präkludiert" halten; andere lehnen jede Präklusion ab. Zur Frage der Präklusion wird bisher eine erstaunliche Vielfalt von Ansichten vertreten.
Der Autor ordnet den reichhaltigen Meinungsstand, filtert aus den zahlreichen Äußerungen relevante Interessen heraus und wägt diese Interessen soweit wie möglich zwingend gegeneinander ab. Dabei ergibt sich, daß der Einwand des Prozeßbetrugs im Zweitstaat Deutschland in der Tat nur unter sehr strengen Voraussetzungen berücksichtigt werden darf. Es wäre falsch, Prozeßbetrug pauschal als Anerkennungshindernis zu bezeichnen.
Die Arbeit leitet - für einen Teilbereich - her, wie das geltende Anerkennungsrecht interessengerecht anzuwenden ist. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse erscheint die aktuelle Diskussion über eine teilweise oder völlige Abschaffung des ordre public-Vorbehaltes (Stichworte: Europäische Vollstreckungstitelverordnung, EuMahnVO, EuBagatellVO) in einem neuen Licht.
Nähere Angaben zum Inhalt der Untersuchung finden sich unter www.ordrepublic.de.
Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis 57 Erster Teil: Einleitung §1 Problemstellung und Gang der Untersuchung 66 I. Ausgangslage 66 1. Ein erster Blick auf die "ordre public"-Klauseln im Anerkennungsrecht 66 2. Scheinbar klare Verhältnisse im Hinblick auf Prozeßbetrug 67 3. Zweifel 68 a) Gefahr von Fehlschlüssen und Wertungswidersprüchen 68 b) Einseitige Betrachtungsweise 68 II. Zielsetzung und Vorgehensweise 69 1. Zielsetzung 69 2. Vorgehensweise 70 3. Kriterien für eine "optimale Lösung" 71 III. Gang der Untersuchung 72 §2 Terminologie 73 I. Was ist Prozeßbetrug? 73 1. Definition 73 2. Prozeßbetrug setzt kein staatliches Fehlverhalten voraus 74 3. "Zuständigkeitserschleichung" 75 4. "Erschlichene" Entscheidung und "betrogene" Partei 75 II. Weitere Begrifflichkeiten 76 1. Erst- und Zweitstaat 76 2. Abgeleiteter und eigenständiger Rechtsschutz im Zweitstaat 76 3. Erweiterter einstweiliger Rechtsschutz 77 4. Präklusion 77 5. Internes Anerkennungsrecht 77 6. Gleichlauf 77 7. "Nr. 2", Nichteinlassungsvorbehalt, Rügeobliegenheit und Rechtsbehelfsobliegenheit 78 Zweiter Teil: Grundlagen der Interessenabwägung ABSCHNITT 1. AUFTAKT §3 Gang der Untersuchung im zweiten Teil 83 §4 Erweiterter einstweiliger Rechtsschutz 85 I. Einleitung 85 1. Sinn des einstweiligen Rechtsschutzes 85 2. Besonderheiten bei mehrstufigen Verfahren 86 3. Vorschlag eines "erweiterten einstweiligen Rechtsschutzes" 88 II. Erweiterter einstweiliger Rechtsschutz bedeutet "mehr Rechtsschutz" 91 1. Überblick 91 2. Konstellation 1: Kein ausreichender einstweiliger Rechtsschutz bezüglich des vorgeschalteten Verfahrens 91 3. Konstellation 2: Ausreichender einstweiliger Rechtsschutz bezüglich des vorgeschalteten Verfahrens 92 a) Überblick 92 b) Zuschnitt des Rechtsschutzes bezüglich des vorgeschalteten Verfahrens 92 c) Umständlichkeit und Zeitaufwand 95 4. Fazit zum "Mehr" an Rechtsschutz 96 III. Erweiterter einstweiliger Rechtsschutz bedeutet nicht "mehr Rechtsschutz als in der Hauptsache" 97 IV. Die Rolle des § 148 ZPO 98 1. Überblick 98 2. Bedürfnis für erweiterten einstweiligen Rechtsschutz trotz der Aussetzungsmöglichkeit gem. § 148 ZPO 99 a) Gemeinsamkeit zwischen § 148 ZPO und erweitertem einstweiligem Rechtsschutz 99 b) Unterschiede 99 3. Ratio des § 148 ZPO 100 4. Fazit zur Rolle des § 148 ZPO 101 V. Aufwand für erweiterten einstweiligen Rechtsschutz 101 VI. Begründung des erweiterten einstweiligen Rechtsschutzes als Analogie 102 1. Überblick 102 2. Planwidrige Lücke 103 3. Vergleichbarkeit 103 4. Fazit 104 VII. Einzelheiten zum erweiterten einstweiligen Rechtsschutz 104 1. Abschätzung der hypothetischen blitzschnellen Entscheidung des vorgeschalteten Gerichts 104 2. "Anhängigkeit des Hauptsacheverfahrens" 105 VIII. Fazit zu §4 106 ABSCHNITT 2. PROZESSBETRUG IM NATIONALEN RAHMEN §5 Regelungen und Wertungen des Wiederaufnahmerechts 109 I. Überblick 109 II. Vom Sinn der Rechtskraft 110 1. Vorstellung einer Rechtsordnung ohne Rechtskraft 110 2. Wirkung der Rechtskraft: Schutz von "Rechtskraftinteressen" 111 III. a) Prozeßbetrug als Wiederaufnahmegrund 112 IV. b) Vorgaben der Verfassung und der EMRK 113 1. Grundgesetz 113 2. EMRK 115 V. Hürden für eine Wiederaufnahme gem. § 580 Nr. 4 ZPO 116 1. Überblick 116 2. Subsidiarität gem. § 582 ZPO 117 a) Regelungsinhalt 117 b) Sinn der Regelung 117 3. Notfrist des § 586 I ZPO i. V. m. § 586 II 1 ZPO 118 a) Regelungsinhalt 118 b) Sinn 119 4. Ausschlußfrist des § 586 II 2 ZPO 120 a) Regelungsinhalt 120 b) Kritische Stimmen 120 c) Sinn der kurzen Frist des § 586 II 2 ZPO 121 aa) Beratungen zur ZPO 121 bb) Perspektivenwechsel 122 aaa) Einseitige Sichtweise 122 bbb) Mögliche Nachteile einer Prozeßbetrugskontrolle (insbesondere: Gefahr einer Beweisnot des Titelinhabers) 123 cc) Vor- und Nachteile einer Ausschlußfrist 124 aaa) Vorteile einer Regelung ohne Ausschlußfrist ("flexibler Ansatz") 124 bbb) Vorteile einer Regelung mit Ausschlußfrist 125 ccc) Vergleich der Modelle 125 dd) Rechtspolitische Entscheidungen im Verjährungsrecht 126 ee) Fazit zum Sinn der Ausschlußfrist gem. §586 II 2 ZPO 129 ff) Keine Besonderheiten beim Wiederaufnahmegrund Prozeßbetrug 129 5. Notwendigkeit rechtskräftiger Verurteilung gem. § 581 I ZPO 131 a) Regelungsinhalt 131 aa) Die beiden Halbsätze des § 581 I ZPO 131 bb) § 581 I Hs. 1 ZPO als Ausnahme vom Prinzip der freien Beweiswürdigung 132 cc) Zwischenfazit und Prüfprogramm 134 b) Verfassungskonformität des § 581 I ZPO 135 aa) Überblick 135 bb) GAUL: "Beweissicherheit" 136 cc) J. BRAUN: Gleichlauf 137 aaa) Sinn des § 581 I ZPO in einem Gleichlauf-System 137 bbb) Keine Übertragbarkeit der Gleichlauf-Überlegung auf die ZPO 138 ccc) Historische Erklärung für die Entstehung des §581 I ZPO 138 ddd) Schlußfolgerungen J. BRAUNS 139 eee) Kritik 140 dd) Schutz von Rechtskraftinteressen 141 aaa) Herleitung eines Sinns: Vorabprüfung durch Strafgerichte 141 bbb) Mögliche Einwände 142 ccc) Verletzt die Anwendung von § 581 I Hs. 1 ZPO den Anspruch auf rechtliches Gehör? 142 ddd) Knüpft § 581 I Hs. 1 ZPO an Zufälligkeiten an? 143 (1) Überblick 143 (2) Beispiel 143 (3) Auswertung 144 eee) Behindert § 581 I Hs. 1 ZPO eine eigenständige Entwicklung der Restitutionsgründe? 145 fff) "Erforderlichkeit" des § 581 I Hs. 1 ZPO 146 ee) Fazit: Verfassungskonformität des § 581 I ZPO 147 c) "Berichtigende Auslegung" oder "teleologische Reduktion" 148 aa) Überblick 148 bb) Zweck des § 581 I ZPO 149 aaa) Überblick 149 bbb) Wortsinn 150 ccc) Bedeutungszusammenhang des Gesetzes 150 ddd) Regelungsabsicht des historischen Gesetzgebers 150 eee) Objektiv-teleologische Kriterien 151 fff) Verfassungskonforme Auslegung 152 cc) Fazit zum Normzweck des § 581 I ZPO 152 6. Zusammenfassung zu den "Hürden" und den dahinterstehenden Wertungen 153 VI. Modalitäten der Wiederaufnahmeklage 154 1. Überblick 154 2. Dispositionsmaxime 155 a) Allgemeines 155 b) Auswirkungen der Dispositionsmaxime im Hinblick auf die Wiederaufnahmeklage 155 3. Beibringungs- und Untersuchungsgrundsatz 156 a) Allgemeines 156 b) Beibringungsgrundsatz bei Wiederaufnahmegründen 156 4. Prüfung von Amts wegen 157 a) Allgemeines 157 b) Amtswegige Prüfung des Wiederaufnahmegrundes sowie der Hürden 157 5. Objektive Beweislast 158 a) Allgemeines 158 b) Beweislastregelung zu Lasten des Wiederaufnahmeklägers 158 6. Fazit zu den Modalitäten der Wiederaufnahmeklage 158 VII. Einstweiliger Rechtsschutz bezüglich der Wiederaufnahmeklage 159 1. § 707 I 1 ZPO aus der Perspektive des Wiederaufnahmeklägers 159 2. § 707 I 1 ZPO aus der Perspektive des Wiederaufnahmebeklagten 159 3. Fazit zum einstweiligen Rechtsschutz 160 VIII. Zusammenfassung: Wertungen des ZPO-Gesetzgebers 161 1. Hoher Stellenwert der Prozeßbetrugskontrolle 161 2. Keine Prozeßbetrugskontrolle um jeden Preis 161 §6 Der Rechtsbehelf gem. §826 BGB 162 I. Wirkungsweise 162 1. Rechtsfolgen des Rechtsbehelfs gem. § 826 BGB 162 2. Hürden für den Einsatz des § 826 BGB 163 a) Überblick 163 b) Entsprechende Hürde: § 582 ZPO 163 c) Fehlende Hürden: §§ 586 und 581 ZPO 164 d) Höhere Hürde: Beschränkung auf Extremfälle 165 e) Initiativlast für einstweiligen Rechtsschutz 165 f) Fazit zu den Hürden für den Rechtsbehelf gem. § 826 BGB 166 II. Notwendigkeit und Zulässigkeit der Angriffsmöglichkeit gem. §826 BGB 166 1. Überblick 166 2. Zum "richtigen" Maß an Rechtskraftdurchbrechung 167 a) Kritik an dem Konzept der Rechtsprechung 167 b) Gegenposition: "Notwendigkeit" einer Rechtskraftdurchbrechung gem. § 826 BGB 168 c) Fazit zum "richtigen" Maß an Rechtskraftdurchbrechung 172 3. Berücksichtigung gesetzlicher Rahmenvorgaben 173 a) Überblick 173 b) Ausgangslage 173 c) Argument 1: § 826 BGB durchbricht "nur" die materielle Rechtskraft 174 d) Argument 2: § 586 II 2 ZPO als "pauschale" Regelung 175 e) Argument 3: Wiederaufnahmeklage richtet sich "nur" gegen auf eine Straftat gegründete Urteile 175 f) Argument 4: Verfassungsmäßige Notwendigkeit der Rechtsprechung gem. § 826 BGB 176 g) Argument 5: Gelungenes Rechtsprechungskonzept 177 h) Argument 6: Heilung durch ständige Rechtsprechung 178 aa) Überblick 178 bb) Rechtliche Argumente 179 cc) Taktische Argumente 181 dd) Fazit 182 i) Fazit zu gesetzlichen Rahmenvorgaben 182 4. Fazit zur Notwendigkeit und Zulässigkeit des Rechtsbehelfs gem. § 826 BGB 183 III. Ausblicke 183 1. Psychologische Betrachtungsweise 183 a) Fragestellung 183 b) "Gefühlsfehler" 184 c) "Richtig fühlen" 184 d) Exkurs: Gefühle im Verjährungsrecht 185 e) Fazit zur psychologischen Betrachtungsweise 186 2. "Todesurteil" für die Rechtsprechung zu § 826 BGB? 186 a) Kontroverse 186 b) Zwingendes Todesurteil de lege lata 186 c) Kein zwingendes Todesurteil de lege ferenda 187 3. Behandlung des Rechtsbehelfs gem. § 826 BGB im Rahmen dieser Arbeit 188 §7 Prozeßbetrugskontrollen im Ausland 189 I. Überblick 189 II. Anglo-amerikanischer Rechtskreis 190 1 Überblick 190 2 Begriff des "fraud" 190 3. Aufhebung erschlichener Entscheidungen in den USA 191 a) Überblick 191 b) Aufhebung streitig ergangener Urteile (Restatement of Judgments 2d, § 70) 192 aa) Interessenlage 192 bb) Konsequenzen 193 cc) Differenzierung zwischen "extrinsic fraud" und "intrinsic fraud" 194 dd) Voraussetzungen für Aufhebung wegen Prozeßbetrugs 196 aaa) Überblick 196 bbb) Voraussetzung 1: "Wesentliche Grundlage" 196 ccc) Voraussetzung 2: Gebotene Sorgfalt im Ausgangsverfahren 196 ddd) Voraussetzung 3: Gebotene Sorgfalt nach dem Ausgangsverfahren 197 eee) Voraussetzung 4: "Erhebliche Argumente" 197 c) Beschränkungen der Aufhebungsmöglichkeit (Restatement of Judgments 2d, § 74) 198 aa) Überblick 198 bb) Ausschlußgrund 1: Keine vernünftige Sorgfalt 198 cc) Ausschlußgrund 2: Zeitablauf 199 dd) Ausschlußgrund 3: Vertrauensschutz 200 ee) Ermessen der Gerichte 200 d) Aufhebung bezüglich Versäumnisentscheidungen (Restatement of Judgments 2d, § 68) 202 e) Einfluß der "Federal Rules of Civil Procedure" 203 4. Aufhebung erschlichener Entscheidungen in England 205 5. Aufhebung erschlichener Entscheidungen in Australien 206 III. Aufhebung erschlichener Entscheidungen in Frankreich 209 IV. Fazit zu §7 211 §8 Sinn der Prozeßbetrugskontrolle 212 I. Überblick 212 II. Vergleich mit der "Unfairness" beim normalen Fehlurteil 212 III. Erklärungsansätze 213 1. Vorsatz 213 2. Generalprävention 214 IV. Auswertung 214 1. Keine abschließenden Erklärungen 214 2. Parallellaufen von "öffentlichem Interesse" und "Rechtsschutzinteresse" 215 ABSCHNITT 3. VORGABEN DES ANERKENNUNGSRECHTS §9 Vorbehalt des ordre public und systematisches Umfeld 217 I. Einleitung 217 II. Anerkennung und Vollstreckbarerklärung 218 1. Autonomes Recht (ZPO) 218 a) Allgemeines 218 b) Anerkennung 219 c) Vollstreckbarerklärung 219 2. EuGVÜ 220 a) Allgemeines 220 b) Anerkennung 221 c) Vollstreckbarerklärung 221 3. EuGVVO 223 4. Verzicht auf einen ordre public-Vorbehalt: EuVTVO (sowie EuMahn-VO und EuBagatell-VO) 224 III. Das Verbot der revision au fond und der Vorbehalt des ordre public 226 1. Verbot der revision au fond 226 a) Vorteile der Anerkennung und Nachteile einer revision au fond 226 b) Gesetzliche Regelung 227 2. Der Vorbehalt des ordre public 227 a) Überblick 227 b) Wortlaut 228 aa) "Offensichtlich" 228 bb) Prüfungsgegenstand der ordre public-Kontrolle 229 cc) "Wesentliche Grundsätze" 231 dd) Fazit zum Wortlaut 231 c) Klassifizierungen im Rahmen des ordre public 233 aa) Anerkennungsrechtlicher und kollisionsrechtlicher ordre public 233 bb) Differenzierung beim anerkennungsrechtlichen ordre public: Aufteilung in materiellrechtliche und verfahrensrechtliche Aspekte 234 3. Verhältnis zwischen dem ordre public und dem Verbot der revision au fond 235 IV. Spezialfall der "Zuständigkeitserschieichung" 236 1. Überblick 236 2. Rechtslage und Wertungen zur Einlassungslast nach ZPO, EuGVÜ und EuGVVO 236 a) Anwendungsbereich der ZPO 236 b) Anwendungsbereich von EuGVÜ und EuGVVO 237 aa) Regelung 237 bb) Begründungsansatz des JENARD -Berichts 237 cc) Einlassungslast im Rahmen von EuGVÜ und EuGWO 238 dd) Spekulationen über Hintergründe 239 ee) Fazit zum Einlassungszwang nach EuGVÜ und EuGWO 239 3. Unzulässigkeit einer Prüfung bezüglich Zuständigkeitserschieichung gem. Art. 28 III EuGVÜ bzw. Art. 35 III EuGWO 240 a) Wortlaut-Argumentation für Unzulässigkeit 240 b) Verständnis des Halbsatzes 1 240 aa) Wortlaut 240 bb) Systematik 241 c) Verständnis des Halbsatzes 2 242 aa) Wortlaut 242 bb) Historischer Wille des Normgebers: Art. 28 III EuGVÜ als Spezialfall des Verbots der revision au fond 243 d) Fazit zur Aussagekraft von Art. 28 III EuGVÜ und Art. 35 III EuGWO 244 V. Fazit zu §9 245 §10 Vorgaben der Verfassung und der EMRK 247 I. Verbot von zu wenig Kontrolle im Zweitstaat 247 1. Allgemeines 247 2. Prozeßbetrugskontrolle 249 II. a) Verbot von zu wenig Anerkennung im Zweitstaat 249 III. b) Fazit zu §10 250 ABSCHNITT 4. MEINUNGSSTAND ZU PROZESSBETRUG ALS ANERKENNUNGSHINDERNIS §11 Einleitung zur Untersuchung des Meinungsstandes 251 I. Motivation und Vorgehensweise 251 1. Motivation 251 2. Blick ins Ausland 252 II. Verbindlichkeit des historischen Willens der Normgeber 252 1. Relevanz des historischen Willens 252 2. Relativierung des historischen Willens 253 3. Vergleich mit Analogie und teleologischer Reduktion 254 4. Fazit 255 III. Ausblick auf die Untersuchung des Meinungsstandes 256 §12 Meinungsstand unter Aussparung der Präklusionsfrage 257 I. Überblick 257 II. Meinungen zum "Anerkennungshindernis Prozeßbetrug" 258 1. Deutsche Stimmen zum autonomen Recht 258 a) Herrschende Meinung: Unterfall des ordre public 258 b) Abweichende Konstruktion: Unterfall des Erfordernisses eines "justizförmigen Verfahrens" 260 aa) Konstruktion G. ROTHS 260 bb) Stellungnahme 261 c) C. L. VON BARS "Sicherheitsventil" 262 2. Autonomes Anerkennungsrecht im anglo-amerikanischen Rechtskreis 263 a) Überblick 263 b) England 263 aa) Common law (Präzedenzrecht) 263 bb) Statute law (Gesetzesrecht) 264 c) USA 265 aa) Common law (Präzedenzrecht) 265 bb) Statute law (Gesetzesrecht) 266 3. Autonomes Anerkennungsrecht in Frankreich 267 4. Bilaterale Abkommen 268 a) Überblick 268 b) Ausdrückliche Erwähnung eines Anerkennungshindernisses Prozeßbetrug 268 aa) Prozeßbetrug als eigenständiges Anerkennungshindernis neben dem Vorbehalt des ordre public 268 bb) Prozeßbetrug als Unterfall des ordre public-Verstoßes 269 cc) Behandlung durch die Rechtsprechung 269 c) Keine eigene Erwähnung eines Anerkennungshindernisses "Prozeßbetrug" 270 5. Multilaterale Regelungen zur Anerkennung und Vollstreckung 271 a) HUntVÜ und HGÜ 271 b) EuGVÜ und EuGVVO 272 6. Fazit zum Meinungsstand 275 III. Begründungsansätze zur Einordnung des Prozeßbetrugs als Anerkennungshindernis 275 1. Allgemeine Beobachtungen 275 2. Argumentation A. BRUNS' 276 a) Überblick 276 b) "Rechtsschutzeffektivität" 277 c) Waffengleichheit 277 d) Vergleich mit dem Anerkennungsrecht der USA 278 3. JELLINEK zu Logik und Psychologie 279 4. GRUNSKY zur Prozeßökonomie 280 IV. Präzisierungen des ordre public 281 1. Überblick 281 2. "Begriffsaufsplitterungen" 281 a) Lehre vom "ordre public attenue de la reconnaissance" 281 b) Weitere Konzepte 283 3. Berücksichtigung internationaler Standards 283 a) Einordnung des Kriteriums 283 b) Extreme Ausformung (AUBIN) 284 c) Gemäßigte Ausformungen (JAYME und VÖLKER) 284 d) Auswirkungen des Merkmals 285 4. Mehrschrittige Prüfungssysteme 286 a) Überblick 286 b) Schemata zur Konkretisierung des kollisionsrechtlichen ordre public 286 aa) JAYME: "Konkretisierungsmethode in fünf Schritten" 286 bb) SPICKHOFF 287 c) Schemata zur Konkretisierung des anerkennungsrechtlichen ordre public 288 aa) M. BECKER: "Vierstufenmodell" 288 bb) VÖLKER: "Inhaltsbestimmung in drei Grundschritten" 289 cc) HERRMANN 289 d) Zwischenergebnis 291 e) Anwendung der Kriterien auf die Frage des Prozeßbetrugs 291 aa) Überblick 291 bb) Wesentlichkeit der inländischen Rechtsvorstellung 292 cc) Vergleich der Rechtsvorstellungen im In- und Ausland 292 dd) Vergleich der Anwendungsergebnisse im In- und Ausland 292 ee) "Inlandsbezug" 293 ff) "Rechtspolitische Erschütterung" 294 aaa) Überblick 294 bbb) Fehlende rechtspolitische Erschütterung im Ausland 294 ccc) Fehlende rechtspolitische Erschütterung im Inland 295 ddd) Fazit zum Kriterium der "rechtspolitischen Erschütterung" 295 f) Fazit zu den mehrschrittigen Prüfungsschemata 295 §13 Präklusionsmodelle 297 I. Einleitung 297 1. "Präklusion im weiten Sinn" 297 2. Überblick über die Untersuchung in § 13 298 II. Konstruktion der Präklusion im weiten Sinn: Präklusions- und Präzisierungslösung 299 III. Mögliche Anknüpfungspunkte für eine Präklusion (Vortrags-, Bindungs- und Fragenpräklusion) 300 1. Überblick 300 2. Präklusion von Tatsachenvortrag 300 3. Fragenpräklusion 302 4. Fazit zur Unterscheidung von Vortrags-, Bindungs- und Fragenpräklusion 303 IV. Meinungsstand zur Präklusion bezüglich des verfahrensrechtlichen ordre public 303 1. Überblick 303 a) Kurzbeschreibung der Präklusionsmodelle 303 b) Nicht beachtete Details 304 c) Blick auf andere Anerkennungshindernisse als den verfahrensrechtlichen ordre public 306 d) Schwierigkeit der Einordnung von Ansichten in Literatur und Rechtsprechung 307 2. Präklusionsmodelle vom Typ 1: Bindung an Tatsachenfeststellungen des Ersturteils 308 a) Ausgangsmodell 308 aa) Inhalt 308 bb) Vertreter 308 cc) Leerlaufen der Prozeßbetrugskontrolle 312 b) Variante: Beschränkung auf Feststellungen, die "verfahrensrechtlich ohne Verletzung des deutschen ordre public getroffen worden sind" 312 3. Präklusionsmodelle vom Typ 2: Präklusion allen neuen Vortrags 314 a) Inhalt 314 b) Vertreter 314 4. Präklusionsmodelle vom Typ 3: Präklusion des verschlafenen Vortrags 315 a) Inhalt 315 b) Vertreter 315 aa) Überblick 315 bb) Literatur 316 aaa) Präklusionslösung 316 bbb) Präzisierungslösung 316 cc) Rechtsprechung 317 aaa) Beschluß des OLG Saarbrücken vom 3. August 1987 317 bbb) Urteile des OLG Düsseldorf vom 12. Juli 1995 und 18. September 1998 318 5. Präklusionsmodelle vom Typ 4: Präklusion des alten sowie des verschlafenen neuen Vortrags 320 a) Inhalt 320 b) Vertreter 320 aa) Urteil des BGH vom 19. September 1977 320 bb) Beschluß des OLG Hamm vom 28. Dezember 1993 321 cc) SPICKHOFF 321 dd) Anglo-amerikanischer Rechtskreis 322 aaa) Überblick 322 bbb) Australien 322 (1) Keele v. Findley (1990) 322 (2) EINSTEIN und PHIPPS 324 ccc) Kanada 325 (1) Woodruff v. McLennan (1887) 325 (2) Jacobs v. Beaver (1908) 326 (3) Beals v. Saldanha (2001 und 2003) 328 ddd) USA 329 eee) Fazit 331 c) Besonderheit: BGH-Rechtsprechung 1999 und 2004 333 aa) Urteil des BGH vom 29. April 1999 333 bb) Beschluß des BGH vom 6. Mai 2004 333 cc) Stellungnahmen in der Literatur 334 6. Annex zu den Präklusionsmodellen Typ 3 und Typ 4 335 a) Überblick 335 b) Vertreter der Kategorie "Typ 3 oder Typ 4" 335 aa) Einleitung 335 bb) Rechtsprechung 335 aaa) Beschluß des BGH vom 21. März 1990 335 bbb) Weitere Entscheidungen 337 cc) Literatur 339 c) Uneinigkeit bezüglich der Zumutbarkeit von Rechtsbehelfen im Erststaat 341 7. Präklusionsgegner 343 a) Inhalt 343 b) Vertreter beim verfahrensrechtlichen ordre public 343 aa) Stimmen in der Literatur 343 bb) Stimmen in der kontinentalen Rechtsprechung 346 cc) Stimmen in der anglo-amerikanischen Rechtsprechung 348 aaa) England (Court of Appeal): Abouloffv. Oppenheimer (1882) 348 bbb) England (Court of Appeal): Vadala v. Lawes (1890) 349 ccc) England (Court of Appeal): Syal v. Heyward (1948) 350 ddd) England (Court of Appeal): Jet Holdings v. Patel(1988) 350 eee) England (Court of Appeal und House of Lords): Owens Bank v. Bracco (1991 und 1992) 351 fff) Australien (New South Wales Supreme Court): Yoon v. Song (2000) 352 c) Exkurs: GEIMERS partielle Präklusionsgegnerschaft 353 8. Präklusionsmodelle vom Typ 5: Ermessensentscheidung des Richters im Zweitstaat 355 a) Inhalt 355 b) C. L. VON BAR 355 aa) Überblick 355 bb) Erörterte Interessen 356 aaa) Interesse der Partei, die im Erstverfahren gesiegt hat 356 bbb) Interesse der Partei, die im Erstverfahren unterlegen ist 356 ccc) Vermeidung von Justizkonflikten 357 cc) Schlußfolgerungen 357 c) NUSSBAUM 358 d) Angloamerikanischer Rechtskreis I: Ermessensentscheidung als Ausnahme von restriktiven Präklusionsmodellen 359 aa) Überblick 359 bb) WEILER in Beals v. Saldanha (2001) 359 cc) LEBEL in Beals v. Saldanha (2003) 362 e) Angloamerikanischer Rechtskreis II: Ermessensentscheidung als Ausnahme von Präklusionsgegnerschaft (England) 366 aa) Überblick 366 bb) "Verfahrensmißbrauch" 367 aaa) Court of Appeal: House of Spring Gardens v. Waite (1990) 367 bbb) Privy Council: Owens Bank v. Etoile Commerciale (1994) 369 ccc) Fazit 370 cc) High Court: Interdesco v. Nullifire (1991) 371 9. Präklusionsmodelle vom Typ 6: Fragenpräklusion, falls im Erststaat ausreichende Rechtsbehelfe zur Verfügung stehen 374 a) Inhalt 374 b) Vertreter 374 aa) DROZ und BÜLOW 374 bb) England: SISRO v. Ampersand (1993) 376 cc) HAU, GOTTWALD und SCHLOSSER 378 dd) Schottland: Artic Fish Sales v. Adam (No. 2) (1995) 379 c) Offene Fragen 381 10. Einordnungsschwierigkeiten 381 a) Überblick 381 b) Schwierigkeiten einer Zuordnung des Präklusionsmodells von SCHLOSSER 382 c) Fazit 383 11. Zwischenfazit 384 V. Formale Argumentationen 384 1. Überblick 384 2. "Rechtskraftpräklusion" ausländischer Entscheidungen? 385 3. "Gleichbehandlung" mit anderen ordre public-Verstoßen 386 4. Argumente zu Wortlaut, Systematik und historischem Willen bei ZPO, EuGVÜ und EuGVVO 387 a) Überblick 387 b) Unmittelbare Schlußfolgerung aus dem Verbot der revision au fond 388 aa) Das Argument 388 bb) Stellungnahme 391 c) Rolle der Geständnisfiktion gem. § 331 ZPO im Hinblick auf §328 I Nr. 1 ZPO 392 aa) Überblick 392 bb) Argumentation des RG 392 cc) Stellungnahme 393 d) Wortlaut sieht keine Präklusion vor 393 e) Argumentationen bezüglich ausdrücklich normierter Rechtsbehelfsobliegenheiten 394 aa) Überblick 394 bb) Normenlandschaft 395 cc) Argumentationsmuster 396 aaa) "Allgemeiner Rechtsgedanke" 396 bbb) "Ausnahmeregelung" 396 dd) Stellungnahme 397 aaa) Überblick 397 bbb) Bedeutsamkeit der Nichterwähnung einer Rechtsbehelfsobliegenheit 398 (1) Wortlaut 398 (2) Historischer Wille der Normgeber 398 (a) Überblick 398 (b) EuGVÜ 398 (c) ZPO 399 (d) EuGWO 399 (3) Mögliche Unbeachtlichkeit des historischen Willens des Normgebers 400 (4) Fazit 401 ccc) Bedeutung der sog. "allgemeinen Rechtsgrundsätze" 401 (1) Art. 2 lit. c Nr. 2 des deutsch-niederländischen Abkommens von 1962 401 (2) Art. 34 Nr. 2 EuGWO 402 ee) Fazit zu Argumentationen bezüglich ausdrücklich normierter Rechtsbehelfsobliegenheiten 403 f) Wortlaut sieht doppelte Prüfung vor 403 aa) Das Argument 403 bb) EuGVÜ und EuGVVO sehen nicht zwingend eine Doppelkontrolle im Rahmen der Nr. 2 vor 404 cc) Keine Rückschlüsse auf die Auslegung des ordre public-Vorbehaltes 405 g) Argumentation des BGH bezüglich des Nichteinlassungsvorbehalts bei Nr. 2 406 aa) Überblick 406 bb) Auslegungsmöglichkeit 1: Enger Normzweck der Nr. 2 407 aaa) Enger Normzweck 407 bbb) Weiter Einlassungsbegriff 408 ccc) Zwingende teleologische Reduktion der Nr. 2 409 ddd) Kein Wahlrecht des Beklagten 409 eee) Abweichende Ansichten 410 (1) Überblick 410 (2) Falscher Umkehrschluß 411 (3) Alte Rechtsprechung des EuGH zu Art. 27 Nr. 2 EuGVÜ 411 (4) Andere teleologische Reduktion 412 (5) Faktische Wahlmöglichkeit 412 fff) Fazit 413 cc) Auslegungsmöglichkeit 2: Weiter Normzweck der-Nr. 2 413 aaa) Enger Einlassungsbegriff 413 bbb) Weiter Normzweck 414 ccc) Wahlrecht des Beklagten 415 dd) Zwischenergebnis 415 ee) Berücksichtigung der Rechtsbehelfsobliegenheit in Art. 34 Nr. 2 EuGWO 416 aaa) Überblick 416 bbb) Zusammenhang zwischen Rechtsbehelfs- und Einlassungsobliegenheit 416 ccc) Rückschlüsse auf EuGVÜ und ZPO 417 ff) Ergebnis zur Argumentation mit dem Nichteinlassungsvorbehalt der Nr. 2 417 h) JENARD- und SCHLOSSER-Bericht zu Art. 27 Nr.1 EuGVÜ 418 aa) Argumentation 418 bb) Stellungnahme 419 i) Prüfungsgegenstand der ordre public-Prüfung 419 j) Argumentation mit einem Subsidiaritätsgrundsatz 421 aa) Das Argument 421 bb) Allgemeine Kritik 421 cc) Vieldeutigkeit einer Subsidiaritätslösung 422 dd) Fazit zur Argumentation mit einem Subsidiaritätsgrundsatz 422 k) Fazit zu den Argumentationen mit Wortlaut, Systematik und historischem Willen bei ZPO, EuGVÜ und EuGVVO 423 5. Argumentation mit Präzedenzfallen 424 a) Überblick 424 b) Beispiele 424 aa) Vadala v. Lawes (1890) 424 bb) Syal v. Heyward (1948) 425 cc) Jet Holdings v. Patel (1988) 425 dd) Owens Bank v. Bracco (1991) 426 ee) Owens Bank v. Bracco (1992) 427 ff) Yoon v. Song (2000) 429 c) Fazit zur Argumentation mit Präzedenzfällen 430 aa) Keine Übertragbarkeit der Präzedenzfall-Argumentation 430 bb) Zweifel an der Überzeugungskraft großer Zahlen gleichlautender Entscheidungen 430 6. Fazit zu formalen Argumenationen 431 VI. Methode: Interessenabwägung 432 VII. Interessen 433 1. Rechtsschutzinteresse 433 a) Überblick 433 b) Angestrebtes Maß an Rechtsschutz 433 aa) Ansicht 1: Maximierung des Rechtsschutzes 433 aaa) Überblick 433 bbb) EuGH: Minalmet / Brandeis (1992) 434 ccc) England (Court of Appeal): Abouloff v. Oppenheimer (1882) 435 ddd) England (Court of Appeal): Jet Holdings v. Patel(1988) 437 eee) Frankreich: Entscheidung der Cour de Cassation vom 25. Mai 1992 (Fougerolle / Procofrance) 438 fff) ECKSTEIN-PUHL 438 ggg) Fazit 438 bb) Ansicht 2: Gleichlauf-Prinzip 439 aaa) Übersicht 439 bbb) Anglo-amerikanischer Rechtskreis 439 (1) Rechtsprechung 439 (2) Literatur 440 ccc) Deutsche Entscheidungen 441 (1) Urteil des RG vom 25. Oktober 1909 441 (2) Urteil des RG vom 19. Januar1911 441 (3) Urteil des RG vom 30. April 1928 442 (4) Beschluß des OLG Saarbrücken vom 3. August 1987 443 (5) Beschluß des BGH vom 21. März 1990 443 ddd) Deutsche Literatur 444 (1) Inländischer Rechtsschutz als Maßstab 444 (2) Ausländischer Rechtsschutz als Maßstab 445 cc) Hintergründe 446 aaa) Überblick 446 bbb) Kritik an der "Maximierungs-Position" 446 ccc) Kritik an einer vorbehaltlosen "Gleichlauf-Position" 447 c) Das "übelwollende" Gericht im Erststaat 448 d) Bedeutung des Verbots der revision au fond 450 aa) Gefahr von Wertungswidersprüchen 450 bb) Ansätze im anglo-amerikanischen Rechtskreis 451 aaa) Überblick 451 bbb) Abouloff v. Oppenheimer (1882): "Kein Widerspruch" 452 ccc) Vadala v. Lawes (1890): Vorrang der Prozeßbetrugskontrolle 454 ddd) KAYE 455 eee) Fazit zum anglo-amerikanischen Rechtskreis 457 cc) Ansätze in der deutschen Literatur 457 dd) Stellungnahme 458 2. Staatliche Interessen an Nichtanerkennung 460 3. Zwang zur Einlassung im Erststaat 461 a) Überblick 461 aa) Zusammenhang zwischen Präklusion und Einlassungszwang 461 bb) Verworrener Meinungsstand 461 cc) Ursachen für Verwirrung 462 dd) Weiteres Vorgehen 463 b) Interesse an Prozeßführung außerhalb des Erststaates 464 aa) "Unzumutbarkeit" der Einlassung im Erststaat 464 bb) Sonstiges Interesse der betrogenen Partei an Prozeßführung im im Zweitstaat 465 c) "Gerichtspflicht" im Erststaat 466 d) Zwischenfazit 469 4. Inländerschutz 469 5. Vorteile der Anerkennung 471 a) Überblick 471 b) Interesse des Titelinhabers 471 aa) Überblick 471 bb) Ansicht 1: Berücksichtigung durch restriktive Präklusionsmodelle 473 cc) Ansicht 2: Keine Auswirkung auf die Präklusionsfrage 473 dd) Fazit zum Interesse des Titelinhabers 474 c) Prozeßökonomie 475 d) Entscheidungseinklang und Autorität der Erstgerichte 476 e) "Comity" 477 f) Fazit zu "Vorteilen der Anerkennung" 478 6. Vorhersehbarkeit 479 7. Internationale Einheitlichkeit 479 VIII. Fazit zu § 13 480 §14 Weitere Streitfragen 481 I. Überblick 481 II. Kausalitätserfordernis 482 III. Prüfung von Amts wegen 482 1. Meinungsstand 482 2. Vergleich mit dem Wiederaufnahmerecht 483
3. Argumente für eine amtswegige Prozeßbetrugskontrolle 484 a) Umkehrschluß aus Nr. 2 484 b) Staatliches Interesse 486 c) Interesse der möglicherweise betrogenen Partei 486 d) Gefahr divergierender Anerkennungsentscheidungen 487 e) Besonderheit des EuGVÜ 488 4. Argumente für eine Rügeobliegenheit 488 a) Vorteile der Dispositionsmaxime 488 b) Besonderheiten der EuGVVO 489 5. Fazit zur Prüfung von Amts wegen 489 IV. Beibringungsoder Untersuchungsgrundsatz 490 1. Meinungsstand 490 2. Vergleich mit dem Wiederaufnahmerecht 492 V. Objektive Beweislast 492 1. Unbeachtlichkeit der negativen Formulierungen 492 2. Meinungsstand 494 3. Vergleich mit dem Wiederaufnahmerecht 496 VI. Fazit zu § 14 496 §15 Prozeßbetrug im internen Anerkennungsrecht der USA unddes Vereinigten Königreiches 497 I. Einleitung 497 II. USA 498 1. Herkömmliche Erst-Recht-Schlüsse 498 2. Gang der Untersuchung 500 3. Anschein, daß Prozeßbetrug in den USA Anerkennungshindernis sei 501 4. Unstimmigkeiten 502 a) Überblick 502 b) Tatbestand des § 115 RCL: Beschränkung auf die Konstellation, daß der Erststaat Rechtsmittel anbietet 502 c) Rechtsfolge des § 115 RCL 504 d) Herleitung aus dem Prinzip der Wirkungserstreckung 505 e) Systematisches Umfeld des § 115 RCL 507 aa) Überblick 507 bb) Parallele Regeln 507 aaa) Regeln mit vergleichbarer "ratio" 507 bbb) Kein Zusammenhang dieser Regeln mit Anerkennungs- und Vollstreckungshindernissen 509 cc) Wirkliche Anerkennungshindernisse 510 aaa) § 103 RCL 510 bbb) §115 RCL, Comment f 512 dd) Fazit zum systematischen Umfeld des § 115 RCL 514 5. Einsichten 515 a) Überblick 515 b) Aussage des § 115 RCL 515 c) Terminologische Verwirrung 516 III. United Kingdom 517 1. Überblick 517 2. Vollstreckung 517 3. Anerkennung 518 a) Gesetzestext 518 b) Vorschläge zur Auslegung 518 c) Historischer Wille des Gesetzgebers 520 4. Fazit zum internen Anerkennungsrecht des UK 521 IV. Fazit zu § 15 521 ABSCHNITT 5. WEITERE ÜBERLEGUNGEN §16 Angreifbarkeit anerkannter ausländischer Entscheidungenmit nationalen Instrumenten 523 I. Überblick 523 II. Vorüberlegungen 525 1. Trennung zwischen Nichtanerkennung und Angriffen auf anerkannte ausländische Entscheidungen 525 2. Inhalt einer Aufhebung 526 III. Völkerrechtliche Zulässigkeit 527 IV. Entgegenstehende Rechtskraft? 527 1. Doppelte Funktion des § 580 Nr. 4 ZPO 527 2. Konfliktpotential bei ausländischen Entscheidungen 528 a) Prüfprogramm 528 b) Gleichstellungslehre 528 c) Wirkungserstreckungslehre 529 aa) Grundsatz 529 bb) Ausprägungen der Wirkungserstreckungslehre 529 cc) Konfliktpotential bei der Kumulationstheorie und bei "Erstreckung der bekannten Urteilswirkungen" 530 dd) Konfliktpotential bei einer Wirkungserstreckung bis zur Grenze des ordre public 530 d) Urteilswirkungen nach der lex causae 531 3. Ergebnis 533 V. Kollisionsrechtliche Anwendbarkeit 533 1. Fragestellung 533 2. Herrschende Meinung 533 3. Abweichende Ansichten 534 a) Darstellung 534 b) Parallelwertung zur Diskussion über Rechtskraftgrenzen 535 4. Ergebnis 535 VI. Umgehung des Anerkennungsrechts; verbotene revision au fond? 536 1. Argumentation gegen die Zulässigkeit einer Wiederaufnahmeklage 536 2. Stellungnahme 536 VII. Internationale Zuständigkeit 538 1. Herrschende Ansicht: Unzuständigkeit deutscher Gerichte 538 2. §584 I ZPO 539 a) Reichweite des § 584 I ZPO 539 b) Ratio des § 584 I ZPO 540 aa) "Problematik" der Regelung 540 bb) Prozeßökonomie 541 aaa) Überblick 541 bbb) Prozeßökonomische Vorteile 541 (1) Alter Spruchkörper 541 (2) Anderer Spruchkörper 542 ccc) Einschränkungen 543 (1) Mögliche prozeßökonomische Nachteile 543 (2) Nachteile einer "Selbstkontrolle" 544 ddd) Fazit zur Prozeßökonomie 544 cc) Argumente aus der Gesetzesbegründung 545 aaa) Überblick 545 bbb) Argumentation in der Gesetzesbegründung 545 (1) "Vergleichsgerechtigkeit" 545 (a) Darstellung in der Gesetzesbegründung 545 (b) Gründe für das Ziel der Vergleichsgerechtigkeit 546 (2) Autorität der Gerichte 547 ccc) Transfer der Argumente in der Gesetzesbegründung 547 ddd) Vergleich mit Wertungen bei der Abänderungsklage 548 (1) Überblick 548 (2) Vergleichsgerechtigkeit 548 (3) Autorität des Erstgerichts 549 (4) Fazit zum Vergleich mit der Abänderungsklage 549 dd) Fazit zur ratio des § 584 I ZPO 550 c) Wertungen bei ausländischem Erstgericht 550 aa) Überblick 550 bb) "Optimale" internationale Regelung 551 cc) Konstellation: Keine Wiederaufnahmemöglichkeit im Erststaat 552 d) Fazit zur Aussagekraft des § 584 I ZPO 553 3. "Gerechtigkeitserwägung" analog § 722 II ZPO 554 a) Mögliche Argumentation 554 b) Gegenargumente 555 aa) Gerechtigkeitserwägung erscheint nicht zwingend 555 bb) Gerechtigkeitserwägung wird selbst von Vertretern nicht für zwingend gehalten 555 4. Fazit zur internationalen Zuständigkeit 557 VIII. Fazit zu § 16 557 §17 Auswirkung einer nicht anerkennungsfähigen Aufhebungsentscheidung 559 I. Einleitung 559 1. Fragestellung 559 2. Mögliche Positionen 559 3. Gang der Untersuchung 561 II. Aufhebung mit oder ohne ersetzende Sachentscheidung 561 III. "Schleusen", über die ausländische Entscheidungen in Deutschland wirken können 562 1. Die Schleuse der Anerkennung 562 2. Schleuse der Tatbestandswirkung 562 IV. Auswertung der Überlegungen zu Aufhebungsarten und Schleusen 563 V. Prinzip der Wirkungserstreckung 565 VI. Rechtsschutzgesichtspunkte 566 1. Überblick 566 2. Keine Rechtsschutzlücken ohne Anerkennung fiktiver Urteilswirkungen 567 3. Parallele im nationalen Recht 570 4. Fazit zu Rechtsschutzgesichtspunkten 570 VII. Wertungsvergleiche 571 1. Überblick 571 2. Abänderung im Ursprungsstaat 571 3. Aufhebung eines Schiedsspruchs im Erststaat 572 4. Fazit zu Wertungsvergleichen 573 VIII. Fazit zu § 17 573 Dritter Teil: Interessenabwägung ABSCHNITT 1. AUFTAKT §18 Einleitung zur Interessenabwägung 577 I. Überblick 577 II. Gesamtschau 578 1. Ziel 578 2. Entzerrung der Darstellung durch die Prämisse "identischen Hauptsacherechtsschutzes" 578 a) Überblick 578 b) Angriff gegen eine erschlichene Entscheidung 579 c) Entstehung des Prozeßbetrugs 579 d) Keine Ausblendung von Mängeln des einstweiligen Rechtsschutzes im Erststaat 580 3. Behandlung von "Kumulationsproblemen" 580 4. Rolle des § 826 BGB 581 5. Gang der Interessenabwägung 581 a) Interessenabwägung im Rahmen der Prämisse "identischen Hauptsacherechtsschutzes" (§§ 19 ff.) 581 b) Infragestellen der Prämisse "identischen Hauptsacherechtsschutzes" (§§ 24 ff.) 582 III. Vergleich der hiesigen Untersuchung mit derjenigen GEIMERS von 1969 582 IV. a) Vermeidung von Einseitigkeit 583 V. b) Vermeidung einer pseudo-objektiven Abwägung 584 ABSCHNITT 2. UNTERSUCHUNG IM RAHMEN DER PRÄMISSE §19 Übertragbarkeit der Rechtskraftwertung 585 I. Einleitung 585 II. Übereinstimmung von Rechtskraft- und Anerkennungsinteressen 586 1. Überblick 586 2. Belastung der nur vermeintlichen Betrügerpartei 586 a) Überblick 586 b) Aufwand für Prozeßführung und Verzögerung von Hauptsacherechtsschutz 587 c) Gefahr einer fälschlichen Bejahung des Prozeßbetrugs 588 d) Fazit zur Belastung der nur vermeintlichen Betrügerpartei 588 3. Belastung der Gerichte 589 4. Rechtsunsicherheit 589 III. Schlußfolgerungen 590 1. Grundsatz: Übertragbarkeit von Rechtskraftwertungen 590 2. Notwendigkeit weiterer Untersuchungen 590 §20 Rechtsschutzinteresse 592 I. Überblick 592 1. Prozeßbetrug als Anerkennungshindernis führt zu Rechtsschutzvorteilen 592 2. Fragestellung und Gang der Untersuchung 593 3. Ausgeklammerte Fragen 593 II. Angestrebtes Maß an Rechtsschutz in Deutschland 594 1. Hauptsacherechtsschutz 594 2. Einstweiliger Rechtsschutz 594 a) Fragestellung 594 b) Abzulehnende Extrempositionen 595 c) Gewährung einstweiligen Rechtsschutzes im nationalen Zusammenhang 595 d) Übertragung auf die Frage der Prozeßbetrugskontrolle 596 III. Die Rechtsschutz-Situationen 596 1. Anerkennung ausländischer Urteilswirkungen 596 2. Vollstreckung ausländischer Urteile 597 3. Tatbestandswirkung 597 4. Überblick über die kommende Untersuchung 598 IV. Situation 1: Abwehr der Vollstreckung 599 1. Exequatur und EuVT 599 2. Rechtsschutzinteresse des Titelschuldners 599 3. Hauptsache-Rechtsschutz 600 a) Überblick 600 b) Abgeleiteter Rechtsschutz nach autonomem Recht 601 aa) Vorstellung vom automatischen Entfallen der Vollstreckbarkeit 601 bb) Vortrag im Exequaturverfahren 602 aaa) Möglichkeit, den Erlaß eines Exequaturs zu verhindern 602 bbb) Möglichkeit, ein erlassenes Exequatur im Rahmen der Rechtsmittel aufheben zu lassen 603 (1) Überblick 603 (2) Berufung gem. §§ 511 ff. ZPO 603 (3) Revision gem. §§ 542 ff. ZPO 603 ccc) Fazit zu den Vortragsmöglichkeiten im Exequaturverfahren 604 cc) Vollstreckungsabwehrklage gem. § 767 I ZPO 604 aaa) Aufhebung im Erststaat als Einwendung im Sinne des § 767 I ZPO 604 bbb) Internationale Zuständigkeit für die Vollstreckungsabwehrklage 605 ccc) Präklusion im Rahmen der Vollstreckungsabwehrklage 606 ddd) Verhältnis zur Berufung 607 eee) Verhältnis zur Restitutionsklage gem. § 580 Nr. 6 ZPO 607 fff) Fazit zur Vollstreckungsabwehrklage 608 dd) Restitutionsklage gem. § 580 Nr. 6 ZPO 609 aaa) Meinungsstand 609 bbb) Vorliegen eines Restitutionsgrundes 610 ccc) Gegenargumente 613 (1) Bloße Aufhebung der Vollstreckbarkeit des Titels im Erststaat 613 (2) Fehlende Gesetzeslücke 613 ddd) Ausgleich der Rechtsschutzlücke einer Vollstreckungsabwehrklage 614 eee) Kein Vorrang der Vollstreckungsabwehrklage 614 fff) Fazit zur Restitutionsklage gem. §580 Nr. 6 ZPO 615 ee) Fazit zum autonomen Recht: Umfassender Hauptsacherechtsschutz 615 c) Abgeleiteter Rechtsschutz nach dem EuGVÜ 616 aa) Vorstellung vom automatischen Entfallen der Vollstreckbarkeit 616 bb) Vortrag im Exequaturverfahren 616 aaa) Möglichkeit, den Erlaß eines Exequaturs zu verhindern 616 bbb) Möglichkeit, ein erlassenes Exequatur im Rahmen der Rechtsmittel aufheben zu lassen 618 (1) Überblick 618 (2) Beschwerde 618 (3) Rechtsbeschwerde 618 ccc) Fazit zu den Vortragsmöglichkeiten im Exequaturverfahren 619 cc) Aufhebung gem. § 27 AVAG 619 aaa) Vereinfachtes Verfahren (gegenüber der Vollstreckungsabwehrklage) 619 bbb) Weitergehende Rechtsfolge (gegenüber der Vollstreckungsabwehrklage) 620 ccc) Keine Präklusion 620 ddd) Verhältnis zu anderen Verfahren 620 dd) Fazit zum Hauptsacherechtsschutz nach dem EuGVÜ 621 d) Abgeleiteter Rechtsschutz nach der EuGVVO 621 e) Fazit zum abgeleiteten Rechtsschutz 621 f) Eigenständiger Rechtsschutz 622 4. Einstweiliger Rechtsschutz 623 a) Überblick 623 b) Einstweiliger Rechtsschutz nach autonomem Recht 623 aa) Ausgangslage 623 bb) Kein ausreichender Rechtsschutz durch §§ 709 ff. ZPO 624 cc) Einstweiliger Rechtsschutz, falls der Hauptsache-Rechtsschutz durch eine Berufungsentscheidung gewährt wird (§§ 719 I 1, 707 ZPO) 625 dd) Einstweiliger Rechtsschutz, falls der Hauptsache-Rechtsschutz im Revisionsverfahren gewährt wird (§ 719 II ZPO) 626 ee) Einstweiliger Rechtsschutz, falls der Hauptsache-Rechtsschutz durch Vollstreckungsabwehrklage gewährt wird (§ 769 I ZPO) 626 ff) Einstweiliger Rechtsschutz, falls der Hauptsache-Rechtsschutz durch Wiederaufnahmeklage gewährt wird (§ 707 ZPO) 627 gg) Erweiterter einstweiliger Rechtsschutz 627 aaa) § 769 I ZPO analog: Einstweiliger Rechtsschutz bezüglich einer Vollstreckungsabwehrklage, die noch nicht erhoben werden kann 627 bbb) 719 I 1, 707 ZPO analog: Einstweiliger Rechtsschutz bezüglich einer Berufung, die noch nicht erhoben werden kann 628 ccc) § 707 ZPO analog: Einstweiliger Rechtsschutz bezüglich einer Wiederaufnahmeklage, die noch nicht erhoben werden kann 629 hh) Fazit zum einstweiligen Rechtsschutz nach autonomem Recht 629 c) Einstweiliger Rechtsschutz nach dem EuGVÜ 630 aa) Ausgangslage 630 bb) Kein ausreichender Rechtsschutz durch Art. 38 I, III EuGVÜ 630 cc) Einstweiliger Rechtsschutz, falls der Hauptsache-Rechtsschutz durch eine Beschwerdeentscheidung gewährt wird (§§ 11 ff. AVAG i. V. m. § 570 II und III ZPO, direkt und analog) 631 dd) Einstweiliger Rechtsschutz, falls der Hauptsache-Rechtsschutz im Rahmen der Rechtsbeschwerde gewährt wird (§§ 575 V, 570 III ZPO) 631 ee) Einstweiliger Rechtsschutz, falls der Hauptsache-Rechtsschutz gem. § 27 AVAG gewährt wird (§ 27 V AVAG i. V. m. § 769 I ZPO direkt oder analog) 633 ff) Fazit zum einstweiligen Rechtsschutz nach dem EuGVÜ 633 d) Einstweiliger Rechtsschutz nach der EuGWO 633 e) Fazit zum einstweiligen Rechtsschutz, wenn Prozeßbetrug kein Anerkennungshindernis ist 634 5. Rechtzeitige Gewährung einstweiligen Rechtsschutzes 635 a) Überblick 635 b) Gefahr einer Rechtsschutzlücke im Rahmen des autonomen Rechts 635 aa) Überblick 635 bb) Erweiterter einstweiliger Rechtsschutz analog § 769 I ZPO 636 aaa) Fehlendes Rechtsschutzbedürfnis vor Erlaß des Exequaturs? 636 bbb) Verhältnis von Rechtsschutzbedürfnis und Rechtsschutzlücken 637 ccc) Bestätigung in Literatur und Rechtsprechung 637 ddd) Fazit zum erweiterten einstweiligen Rechtsschutz analog § 769 I ZPO 638 cc) Rechtsschutzlücke bezüglich § 767 ZPO und § 769 I ZPO 638 dd) Rechtsschutzlücke bezüglich § 707 ZPO (ggf. i.V.m. §719 I 1 ZPO) 639 ee) Fazit zum autonomen Recht 639 c) Gefahr einer Rechtsschutzlücke im Rahmen des EuGVÜ 640 d) Gefahr einer Rechtsschutzlücke im Rahmen der EuGVVO 641 e) Fazit zu Rechtsschutzlücken wegen zu späten Einsetzens des einstweiligen Rechtsschutzes 641 6. Fazit zum Rechtsschutz in der Vollstreckungssituation 641 V. Situation 2: Rechtsschutz gegen Feststellungswirkung (materielle Rechtskraft) 642 1. Überblick 642 2. Hauptsacherechtsschutz in der Feststellungssituation 642 a) Allgemeines 642 b) Ausschlußfrist für die Wiederaufnahmeklage gem. §580 Nr. 6 ZPO 643 c) Ergebnis zum Hauptsacherechtsschutz 644 3. Einstweiliger Rechtsschutz 645 4. Fazit zum Rechtsschutz in der Feststellungssituation 645 VI. Situation 3: Rechtsschutz gegen Gestaltungswirkung 645 VII. Situation 4: Rechtsschutz gegen Streitverkündungs- und Interventionswirkung 646 VIII. Fazit zu §20 647 1. Private Rechtsschutzinteressen 647 2. Parallellaufende staatliche Interessen 647 §21 Verschiebung in Richtung "weniger Prozeßbetrugskontrolle" 648 I. Überblick 648 II. Interessen gegen eine Lokalisierung der Prozeßbetrugskontrolle im Zweitstaat 649 1. Überblick 649 2. Prozeßbetrugskontrolle als partielle Neuführung des alten Prozesses 649 3. Schutzwürdige Interessen gegen Prozeßführung im Zweitstaat 651 a) Überblick 651 b) Beispielkonstellationen 652 aa) Beispielkonstellation 1: Klage am Wohnsitz des-Verbrauchers 652 bb) Beispielkonstellation 2: Klage am Ort der-Registerführung 652 c) Nachweis der Beeinträchtigung schutzwürdiger Interessen in den Beispielkonstellationen 652 aa) Bezugnahme auf Beispielkonstellation 1 652 bb) Bezugnahme auf Beispielkonstellation 2 653 d) Auswertung 654 4. Mögliches neues Hauptsacheverfahren im Zweitstaat (Notzuständigkeit) 655 a) Erneuter Konflikt mit Wertungen des Zuständigkeitssystems 655 b) Keine pauschale Unbedenklichkeit des erneuten Konflikts 656 c) Zwischenfazit 656 5. Fazit 656 III. Waffengleichheit 657 1. Überblick 657 2. Inländisches Rechtsmittelsystem 657 a) Allgemeine Betrachtung 657 b) Betrachtung bezüglich einer Prozeßbetrugskontrolle 658 3. Prozeßbetrugskontrolle im Rahmen der Anerkennungsprüfung 659 4. Fazit zur Waffengleichheit 660 IV. Suspensiveffekt und Initiativlast für einstweiligen Rechtsschutz 661 1. NELLES Argumentation als Vorbild 661 2. Übertragbarkeit der Argumentation 662 V. Ansehen der Justiz, comitas, Entscheidungseinklang, Gefahr von Justizkonflikten 664 1. Einleitung 664 2 Autorität des Erstgerichts und "comitas gentium" 664 a) Regelung im Inland 664 b) Prozeßbetrugskontro-Ue im Zweitstaat 665 3. Entscheidungseinklang und Gefahr von Justizkonflikten 665 a) Entscheidungseinklang 665 b) Gefahr von Justizkonflikten 667 4. Fazit zum Ansehen der Justiz usw. 668 VI. Fazit zu §21 669 §22 Verschiebung in Richtung "mehr Prozeßbetrugskontrolle" 670 I. Überblick 670 II. Vorüberlegungen zur Schutzwürdigkeit eines Parteiinteresses an Prozeßführung im Zweitstaat 671 1. Überblick 671 2. Gründe für Interesse an Prozeßführung im Zweitstaat 671 3. Schutzwürdigkeit des Interesses anProzeßführung im Zweitstaat 672 a) Berücksichtigung von Zuständigkeitsinteressen durch die Zuständigkeitssysteme 672 b) Lokalisierung des Ausgangsverfahrens als Ergebnis der Abwägung von Zuständigkeitsinteressen 673 c) Schlußfolgerungen aus der Ähnlichkeit von Ausgangsverfahren und Prozeßbetrugskontrolle 674 d) Überblick über mögliche Argumentationsansätze 675 aa) Ansatz 1: Spezifische Zuständigkeitsinteressen bei Prozeßbetrugskontro-Ue 675 bb) Ansatz 2: Möglicherweise falsche Lokalisierung des Ausgangsverfahrens 677 III. Schutzwürdigkeit des Interesses an Prozeßbetrugskontrolle im Zweitstaat trotz "gerechter" Lokalisierung des Ausgangsverfahrens 678 1. Schlüsse aus dem zu erwartenden Ausgang der Prozeßbetrugskontrolle 678 a) Das Argument 678 b) Einwände 678 aa) Mögliche Unbeachtlichkeit materiellrechtlicher Vorstellungen 678 bb) Prozeßbetrug ist kein Regelfall 679 c) Fazit 680 2. Unzumutbarkeit der Prozeßführung im Erststaat 680 a) Das Argument 680 b) Kein Schluß möglich von einem "Verfahrensfehler" auf Unzumutbarkeit weiterer Prozeßführung 680 c) Prozeßbetrug ist kein "Verfahrensfehler" im engen Sinn 681 a) Einseitige Argumentation 681 b) Fazit zur Unzumutbarkeit der Prozeßführung im Erststaat 682 3. Schutz vor Einlassungszwang 683 a) Das Argument 683 b) Nachteile bei Vermeidung des Einlassungszwangs des Beklagten 683 c) Keine Belohnung für "Totstellen" 684 d) Fazit zum "Schutz vor Einlassungszwang" 684 4. Verschiebung von Zuständigkeitsinteressen 685 a) Das Argument 685 b) Schutzwürdigkeit neuentstandener Interessen an Prozeßführung im Zweitstaat 686 aa) Überblick 686 bb) Wertungen zum Stellenwert neuentstandener Zuständigkeitsinteressen 686 aaa) § 584 I ZPO 686 bbb) § 261 III Nr. 2 ZPO 687 ccc) EuGVÜ und EuGVVO 687 ddd) Fazit zu Wertungen in ZPO, EuGVÜ und EuGWO 688 cc) Nachrangigkeit neuentstandener Zuständigkeitsinteressen bezüglich der Prozeßbetrugskontrolle 688 c) Interessenmäßige "Ungenauigkeit" des Anerkennungshindernisses Prozeßbetrug 689 d) Fazit zur Verschiebung von Zuständigkeitsinteressen 690 5. Rückspiel-Fairness 690 a) Das Argument 690 b) Inwieweit führen zweitstaatliche Prozeßbetrugskontrollen zu Rückspiel-Fairness? 691 aa) Heim- und Auswärtsspiel-Situation 691 bb) Zwei Auswärtsspiele 691 c) Schutzwürdigkeit des Interesses an Rückspiel-Fairness 692 aa) Gegeneffekte bei Rückspiel-Fairness 692 bb) Zuständigkeitsrechtliche Wertungen zum Fairness-Effekt 692 cc) Übertragung dieser Wertungen 693 d) Fazit zur Rückspiel-Fairness 693 6. Prozeßökonomische Vorteile durch eine Prozeßbetrugskontrolle im Zweitstaat 694 a) Überblick 694 b) Einsparungseffekte 695 aa) Hauptsacherechtsschutz im Erststaat und abgeleiteter Rechtsschutz im Zweitstaat 695 bb) Eigenständiger Rechtsschutz im Zweitstaat 695 cc) Einstweiliger Rechtsschutz 696 dd) Fazit zu Einsparungseffekten 697 c) Weitere prozeßökonomische Überlegungen 697 aa) Aufwand für "abgeleiteten Rechtsschutz" im Zweitstaat 697 bb) Aufklärbarkeit des Prozeßbetrugs im Zweitstaat 697 d) Bilanz über Be- und Entlastungen durch Prozeßbetrugskontrolle im Zweitstaat 698 e) Grenzen prozeßökonomischer Argumentationen 699 7. "Begrenzte Wirkungen" zweitstaatlicher Angriffe 700 a) Das Argument 700 b) Konstellation 1: Entscheidung spielt nur im Zweitstaat eine Rolle 702 c) Konstellation 2: Entscheidung spielt über den Zweitstaat hinaus eine Rolle 703 d) Fazit zur Argumentation mit der "begrenzten Wirkung" zweitstaatlicher Angriffe 703 8. Inländerschutz 704 9. Ergebnis zu Argumenten, die eine gerechte Lokalisierung des Ausgangsverfahrens zugrundelegen 705 IV. Schutzwürdiges Interesse an Prozeßbetrugskontrolle im Zweitstaat bei "ungerechter" Lokalisierung des Ausgangsverfahrens 706 1. Ausgleich von Ungerechtigkeiten des Zuständigkeitssystems 706 a) Das Argument 706 b) Klägerfreundlichkeit des Zuständigkeitssystems 706 c) Geeignetheit der Prozeßbetrugskontrolle im Zweitstaat, Ungerechtigkeiten zu beseitigen 709 aa) Situationen, in denen es scheinbar zu "ausgleichender Gerechtigkeit" kommt 709 bb) Andere Situationen 710 cc) Kein inhaltlicher Zusammenhang zwischen Klägerbevorzugung und Prozeßbetrugsfällen 711 d) Fazit zum Ausgleich von Ungerechtigkeiten des Zuständigkeitssystems 711 e) Exkurs: Richtiger Weg zur Gleichbehandlung von Kläger und Beklagtem 712 2. Zuständigkeitserschieichung 713 a) Das Argument 713 b) Anwendungsbereich der ZPO 713 c) Anwendungsbereich von EuGVÜ und EuGVVO 714 d) Fazit zur Zuständigkeitserschieichung 715 V. Psychologische Erwägungen 716 VI. Fazit zu §22 717 §23 Fazit der Untersuchung im Rahmen der Prämisse 718 I. Ergebnisse 718 1. Auswertung der §§ 19 bis 22 718 2. Kompatibilität mit Rahmenbedingungen 719 3. Berücksichtigte Gesichtspunkte und die weitere Untersuchung 720 II. Vergleich mit anderen Untersuchungen 721 1. Ergebnisse der Präklusionsmodelle aus § 13 bei "identischem Hauptsacherechtsschutz" 721 2. Erklärung für die abweichende Ansicht GEIMERS 722 III. Sonstige Erkenntnisse 722 1. Präzisierungslösung statt Präklusionslösung 722 2. Sinn der internationalen Unzuständigkeit deutscher Gerichte für Wiederaufnahmeklagen gegen ausländische Entscheidungen 723 ABSCHNITT 3. INFRAGESTELLEN DER PRÄMISSE §24 Überblick zum Infragestellen der Prämisse 725 I. Entlarvung der Prämisse "identischen Hauptsacherechtsschutzes" als Fiktion 725 II. Wie wirkt sich die "wahre Lage" auf die Interessenabwägung aus? 726 1. Besserer Rechtsschutz im Erststaat 726 2. Schlechterer Rechtsschutz im Erststaat 727 3. Gefahr willkürlicher Gewichtung 727 4. Getrennte Betrachtung verschiedener Ursachen für niedrigeres Rechtsschutzniveau im Erststaat 728 §25 Geringe Rechtsprechungsqualität und schlechtes-Verfahrensrecht im Erststaat 730 I. Einleitung 730 II. Geringere Rechtsprechungsqualität im Erststaat 730 1. Beschreibung der Fehlerquelle 730 2. Überblick 733 3. Gegeneffekt: Gefahr der Verschlechterung des Rechtsschutzes für die vermeintliche Betrügerpartei 733 a) Beschreibung 733 b) Bewertungsmöglichkeiten 734 aa) Gleichwertigkeits-Sichtweise 734 bb) "Patriotische" Sichtweise 734 c) Zwischenfazit 735 4. Wertung des Verbots der revision au fond 736 a) Inhalt 736 b) Paradoxie: Warum der Grundsatz im Rahmen der Ausnahme eine Rolle spielt 736 c) Mögliche Gründe für eine Abweichung vom grundsätzlichen Verbot der revision au fond 737 d) Abweichungsgrund 1: Gewährleistung einer hohen Rechtsprechungsqualität im Erststaat 738 aa) Charakteristik einer wirksamen Kontrolle 738 bb) Ungeeignetheit einer Prozeßbetrugskontrolle 739 e) Abweichungsgrund 2: Besondere Gefahr geringer Rechtsprechungsqualität 740 aa) Argumentationsmuster 740 bb) Ungeeignetheit der Argumentation in bezug auf die Prozeßbetrugskontrolle 740 aaa) Überblick 740 bbb) Prozeßbetrugskontrolle ist gleich schwierig 741 ccc) Keine spezifische Gefahr der Parteilichkeit bei einer Prozeßbetrugskontrolle 741 f) Abweichungsgrund 3: Besonderes Interesse an hoher Rechtsprechungsqualität 742 aa) Argumentationsmuster 742 bb) Prüfung dieser Argumentation im Hinblick auf die Prozeßbetrugskontrolle 743 g) Fazit zur Wertung des Verbots der revision au fond 743 III. Übertragbarkeit im Falle abweichenden allgemeinen Verfahrensrechts im Erststaat 744 §26 Hypothetischer Extremfall"keinerlei Prozeßbetrugskontrolle im Erststaat" 746 I. Einleitung 746 1. Warum die folgende Betrachtung hypothetisch ist 746 2. Weichenstellung 746 II. Annahme, Prozeßbetrugskontrolle wäre nur in der Anerkennungsprüfung möglich 747 1. Überblick 747 2. Interessenabwägung 748 a) Überblick 748 b) Keine Wertungsvorgabe durch das Verbot der revision au fond 748 c) Parameter für eine Interessenverschiebung 749 aa) Überblick 749 bb) Interessen zu Gunsten des Anerkennungshindernisses 749 cc) Interessen zu Ungunsten des Anerkennungshindernisses 750 dd) Zwischenfazit: Ungewißheit 751 d) Idee einer Wertung "in Anlehnung an das Verbot der revision au fond" 752 aa) Anlehnung an die Wertung des Verbots der revision au fond 752 bb) Wertung des Anerkennungshindernisses "Nr. 2" 753 cc) Differenzierung zwischen gravierenden und weniger gravierenden prozeßrechtlichen Entscheidungen des Erststaates 754 dd) Folgerungen für die "Toleranz" gegenüber erststaatlichen Regelungen zum Thema Prozeßbetrugskontrolle 755 e) Fazit zur Interessenabwägung 756 3. Umfang der Prozeßbetrugskontrolle 756 a) Überblick 756 b) Zeitliche Grenzen: Teilweise Übertragbarkeit von § 586 I, II ZPO 757 aa) Nachteile einer vollen Übertragung 757 bb) Möglichkeit einer teilweisen Übertragung 758 c) Subsidiarität zu Rechtsschutzmöglichkeiten im Erststaat (§ 582 ZPO) 759 d) § 581 I ZPO 759 aa) Überblick 759 bb) Zuständigkeit des Erststaates für Strafverurteilung 760 cc) Einlassungszwang 760 dd) Strafrecht und Strafverfolgungspraxis im Erststaat 761 aaa) Überblick 761 bbb) Erlaubtes Mißtrauen 762 (1) Überblick 762 (2) Rechtslage 763 (a) Grundsatz: Nichtbindung an die Ergebnisse ausländischer Strafverfahren 763 (b) Ausnahmen 763 (3) Hintergründe 764 (a) Interessenlage 764 (b) Geringer Stellenwert des Strafverfolgungsinteresses 766 (4) Fazit: Erlaubtes Mißtrauen 767 ccc) Schlußfolgerungen 768 ee) Fazit zur Anwendbarkeit des § 581 I ZPO 770 e) Verständnis des Begriffs Prozeßbetrug (insbesondere: Kausalitätserfordernis) 770 f) Prüfung von Amts wegen 771 aa) Amtswegige Prüfung der Voraussetzungen für eine Prozeßbetrugskontrolle im Zweitstaat 771 bb) Keine amtswegige Prozeßbetrugskontrolle im Zweitstaat 771 aaa) Allgemeines 771 bbb) Keine Besonderheiten im Rahmen des EuGVÜ 771 g) Beibringungsgrundsatz 773 h) Objektive Beweislast 773 aa) Parallele zum Wiederaufnahmerecht 773 bb) Besonderheit bei "modifizierter" Hürde des § 586 II 2 ZPO 774 i) Ermittlung ausländischen Prozeßrechts 775 j) Idee zusätzlicher Hürden 776 k) Fazit zum Umfang der Prozeßbetrugskontrolle 778 4. Vereinbarkeit der Anerkennungskontrolle mit den Rahmenbedingungen 778 5. Fazit 779 III. Überprüfung der Annahme 779 1. Überblick 779 2. Entgegenstehende Rechtskraft der ausländischen Entscheidung? 780 3. Zuständigkeit für eine Wiederaufnahmeklage 781 a) Überblick und Anknüpfung an die Ergebnisse aus § 16 781 b) Versuch eines Erst-Recht-Schlusses 781 aa) Möglichkeit der Nichtanerkennung bzw. Nichtvollstreckbarerklärung 781 bb) Angriffe auf anerkannte Entscheidungen oft nicht "milder" als Nichtanerkennung 782 c) Fazit zur Zuständigkeit für eine Wiederaufnahmeklage 783 IV. Fazit zu §26 784 §27 Beschränkte Prozeßbetrugskontrolle im Erststaat 785 I. Überblick 785 II. Mögliche Beschränkungen der Prozeßbetrugskontrolle im Erststaat 786 III. Notwendigkeit einer Subsidiaritätslösung 786 1. Überblick 786 2. Inhalt der Subsidiaritätslösung 787 3. Begründung für die Subsidiaritätslösung 788 4. Beweislast für die Subsidiaritätslösung 789 IV. Interessengerechtigkeit weiterer Filter im Zweitstaat 789 1. Überblick 789 2. Zusätzlicher Rechtsschutz bei "zeitlichen Beschränkungen" im Erststaat 790 a) Überblick 790 b) Möglichkeit 1: Kein subsidiärer Rechtsschutz bei zeitlichen Beschränkungen 790 c) Möglichkeit 2: Subsidiärer Rechtsschutz nur bei "starken" zeitlichen Beschränkungen 792 d) Möglichkeit 3: Subsidiärer Rechtsschutz bei allen zeitlichen Beschränkungen 793 e) Fazit zum zusätzlichen Rechtsschutz bei zeitlichen Beschränkungen im Erststaat 795 3. Zusätzlicher Rechtsschutz bei einer "Ermessens-Beschränkung" im Erststaat 795 V. Fazit zu §27 796 §28 Weitere Überlegungen 797 I. Überblick 797 II. Auswirkungen nicht anerkennungsfähiger Aufhebungsentscheidungen 798 III. Kumulationsprobleme 799 IV. Vorhersehbarkeit 800 V. Interesse an einer international einheitlichen Ausgestaltung der zweitstaatlichen Prozeßbetrugskontrolle 801 ABSCHNITT 4. AUSWERTUNG §29 Fazit zur Interessenabwägung 803 I. Einleitung 803 II. Berücksichtigung des Anerkennungsbzw. Vollstreckungshindernisses Prozeßbetrug im Zweitstaat Deutschland 804 III. Einordnung des Präklusionsmodells 806 1. Präklusionsmodell vom Typ 6 806 2. Präzisierung des ordre public-Vorbehalts 806 IV. Abgleich mit den Vorgaben an die Untersuchung 807 §30 Berücksichtigung abweichender Ansichten 808 I. Einleitung 808 II. §826 BGB 808 1. Überblick 808 2. Überlegungen zur Anwendbarkeit des § 826 BGB bezüglich ausländischer Entscheidungen 809 a) Überblick 809 b) Völkerrechtliche Zulässigkeit 810 c) Konflikt mit der Rechtskraft ausländischer Entscheidungen 811 d) Kollisionsrechtliche Anwendbarkeit des § 826 BGB 811 e) Vereinbarkeit mit Anerkennungsrecht 812 aa) Argumentation SCHÜTZES 812 bb) Zielsetzung des Anerkennungsrechts 813 f) Internationale Zuständigkeit 813 g) Fazit zur Anwendbarkeit des § 826 BGB im Hinblick auf ausländische Entscheidungen 816 3. Bedürfnis für ein Anerkennungshindernis Prozeßbetrug - abhängig von der Anwendbarkeit des § 826 BGB bezüglich in- und ausländischer Entscheidungen 817 a) Überblick 817 b) Annahme 1: § 826 BGB nur gegenüber inländischen Entscheidungen anwendbar 818 aa) Überblick 818 bb) Abwägung im Rahmen der Prämisse 818 cc) Abwägung außerhalb der Prämisse 819 dd) Fazit zur Annahme 1 820 c) Annahme 2: § 826 BGB gegenüber in- und ausländischen Entscheidungen anwendbar 821 aa) Überblick 821 bb) Abwägung im Rahmen der Prämisse 821 aaa) Übertragbarkeit der Erwägungen in §§ 19 und 20 821 bbb) Teilweise Einschränkung der Erwägungen in §§ 21 und 22 821 (1) Überblick 821 (2) Entfallende Nachteile 822 (3) Entfallende Vorteile 822 ccc) Fazit zur Interessenabwägung im Rahmen der Prämisse 823 cc) Interessenabwägung außerhalb der Prämisse 824 dd) Fazit zur Annahme 2 824 III. Abweichende Meinung zur Relevanz der Anerkennungsfähig keit erststaatlicher Aufhebungsentscheidungen 825 Vierter Teil: Schluß §31 Zusammenfassung und Ausblicke 828 I. Überblick 828 II. Zusammenfassung zentraler Ergebnisse 828 1. Grundlagen der Interessenabwägung 828 2. Ergebnisse der Interessenabwägung 830 III. "Richtig fühlen" 834 1. Einleitung 834 2. Die Argumentation LEBELS in Beals v. Saldanha (2003) 834 a) Sachverhaltsdarstellung durch LEBEL 834 b) Schlußfolgerungen LEBELS 839 3. Stellungnahme 841 IV. Ausblicke 845 1. Schiedsverfahrensrecht 845 a) Aufhebung inländischer Schiedssprüche 845 b) Anerkennung und Vollstreckbarkeit ausländischer Schiedssprüche 846 aa) Zur Gretchenfrage der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit 846 bb) "Territorialistische Ansicht" 846 cc) "Internationalistische Ansicht" 848 2. Andere Anerkennungshindernisse 849 3. Kein pauschales Plädoyer für "weniger Anerkennungskontrolle" 850 4. Debatte über die Berechtigung der EuVTVO und die Abschaffung des ordre public 850 a) "Falsche Kritik" 850 b) Mögliche Neuausrichtung der Diskussion 852 Literaturverzeichnis 857 Materialien 888 Entscheidungsverzeichnis 892 EuGH 892 EGMR 894 Deutschland 894 Österreich 902 Schweiz 902 England 902 Schottland 904 USA 904 Kanada 905 Australien 906 Frankreich 906 Schlagwortverzeichnis 908
Vorwort
Die vorliegende Untersuchung wurde im Wintersemester 2007/2008 von der Juristischen Fakultät der Universität Passau als Dissertation angenommen.
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Die Arbeit beruht auf einer Anregung meines verehrten Doktorvaters, Herrn Professor Dr. Wolfgang Hau. Er hat das Forschungsvorhaben während der gesamten Zeit hervorragend unterstützt. Ich danke ihm sehr herzlich für sein stets offenes Ohr und für zahlreiche Impulse. Gerade in Phasen des Zweifels habe ich aus seinem trockenen Humor und aus seinem unerschütterlichen Vertrauen, daß ich das Projekt zu einem guten Ende würde bringen können, viel Kraft geschöpft.
Besonders beeindruckt hat mich, daß Herr Professor Hau das Ideal der Wissenschaftsfreiheit in bewundernswerter Weise vorgelebt hat. Am Anfang der Promotionszeit schien mir die Position der "Präklusionsgegner" überzeugend - obwohl mir klar war, daß mein Doktorvater ein strenges Präklusionsmodell für richtig hielt. Als ich Herrn Professor Hau von meinen Vorstellungen erzählte, stutzte er ein wenig und sagte dann: "Das können Sie selbstverständlich vertreten, wenn Sie es gut begründen." Ich blieb zunächst Präklusionsgegner, stieß später aber auf Widersprüche und kam mit der Zeit - aus freien Stücken - ebenfalls zu der Ansicht, daß ein strenges Präklusionsmodell interessengerecht sei. Ein solches Maß an Überzeugung hätte ich nicht gewinnen können, wenn Herr Professor Hau versucht hätte, mich auf das aus seiner Sicht richtige Ergebnis einzuschwören.
Für die Übernahme des Zweitgutachtens danke ich Herrn Professor Dr. Johann Braun. Den Herausgebern der "Studien zum Internationalen Privat- und Verfahrensrecht" möchte ich für die Aufnahme der Arbeit in ihre Schriftenreihe und für ihr freundliches Entgegenkommen danken.
Herrn Professor Dr. Dirk Heckmann danke ich für seine engagierte Vorlesung zum Verwaltungsprozeßrecht, die mein Interesse an Fragen des einstweiligen Rechtsschutzes geweckt und mir dabei geholfen hat, in der vorliegenden Abhandlung das Konzept des "erweiterten einstweiligen Rechtsschutzes" zu beschreiben. Während der Studienzeit haben mir zudem die Herren Professor Dr. Ulrich Manthe, Professor Dr. Jan Wilhelm, Rechtsanwalt Wolfgang Bichmann und der Vorsitzende Richter am Landgericht J. H. Block einen Eindruck davon vermittelt, wie sich eine ernsthafte Beschäftigung mit dem Recht und ein hohes Maß an Menschlichkeit verbinden lassen. Es ist mir ein Bedürfnis, auch ihnen an dieser Stelle zu danken.
Das Projekt wäre ungleich schwerer gewesen ohne den starken emotionalen Rückhalt von Freunden und Famie. Ihnen verdanke ich mehr, als ich hier in Worte fassen kann.
Ich erinnere mich dankbar an viele aufbauende Gespräche, vor allem mit Sven, mit Florian und mit meinen Geschwistern Friedrich, Gunther und Wolfram. Maria danke ich herzlich für ihr Verständnis und ihre liebevolle Unterstützung. Ganz besonders danke ich meinen Eltern. Sie haben mich seit meiner Kindheit ernst genommen und mich mein Leben lang in jeder Hinsicht gefördert. Sie haben mir Geborgenheit gegeben und mich zu geistiger Eigenständigkeit ermutigt - ihnen verdanke ich "Wurzeln und Flügel".
Passau, im Mai 2008
Ekkehard Regen
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