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kartoniert - 329 Seiten
Die vorliegende Studie untersucht die Bedeutung der deutschen Diskussion über die Terroranschläge vom 11. September 2001 für unser Verständnis des Krieges anhand der ersten Reaktionen auf diese Anschläge, der Diskussion über den Afghanistankrieg und der sich anschließenden Kontroverse im Vorfeld des Irakkrieges. Die Rekonstruktion der öffentlichen Verarbeitung des 11. September geht von der forschungsleitenden Prämisse aus, dass die Legitimität, die wir der Ausübung militärischer Gewalt zugestehen oder absprechen, maßgeblich von den Deutungen geprägt wird, die die Akteure der politischen Öffentlichkeit in ihren diskursiven Auseinandersetzungen über Krieg und militärische Gewalt entwerfen. Hierbei konzentriert sich die Analyse vornehmlich auf Deutungsangebote, in denen mehr oder weniger explizit Argumente für oder gegen eine militärische Antwort auf die Terroranschläge formuliert werden. Im Zentrum der Studie stehen nicht die Ursachen und Hintergründe der Anschläge oder die Legalität und Angemessenheit der Folgekriege, sondern vielmehr die Frage, welche politische Realität der Diskurs über den 11. September durch die Zuschreibung von Ursachen, die Benennung von Konsequenzen, die Formulierung von Strategien oder die Angabe von Gründen für den militärisch geführten Kampf gegen den internationalen Terrorismus konstruiert. Der Autor vertritt die These, dass die Diskussion über die Terroranschläge von New York und Washington ein Teil eines umfassenderen Diskurses über die Legitimität kriegerischer Gewalt ist, der nach der deutschen Vereinigung einsetzt und im Zuge der vergangenen Diskussionen über den Zweiten Golfkrieg, den Jugoslawienkonflikt und den Kosovokrieg die deutsche politische Kultur des Krieges in entscheidender Weise verändert hat. Ein umfangreiches Nachwort von Trutz von Trotha schließt diesen Band ab.
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