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Juli 2001 - kartoniert - 171 Seiten
Friedrich von Schiller wurde 1759 in Marbach/Neckar geboren. Zwar war es sein Wunsch, Pfarrer zu werden, doch auf Befehl des Landesfürsten Karl Eugen musste er 1773 in die "Militärpflanzschule" auf der Solitude eintreten. Nach Verlegung der "Karlsschule" nach Stuttgart durfte er Medizin studieren, vom Kasernendrill geplagt, fand der junge Schiller nur in der Literatur Erholung. Er schrieb kleine literarische Abhandlungen, nahm an Geselligkeiten teil, führte mit Kommilitonen leidenschaftliche Diskussionen über die Dichtung des Sturm und Drang und war voller Opposition gegen die Zwänge von Gesellschaft und Staat, was sich nicht zuletzt in seinem Erstlingsdrama "Die Räuber" (1781) äußert. Weil der absolutistisch regierende württembergische Herzog Schiller verbot, weitere Dramen zu schreiben, floh er mit seinem Freund, dem Musiker Andreas Streicher, nach Stuttgart und brachte dort "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua" auf die Bühne. Jahrelang musste Schiller mit seiner angeschlagenen Gesundheit und materieller Not kämpfen, nichtsdestoweniger schuf er in jener Zeit klassische Dramen wie "Kabale und Liebe". Erst 1783 erhielt er eine erste kurzfristige Anstellung als Theaterdichter in Mannheim, bevor er Förderung durch den Juristen Gottfried Körner erfuhr. In Kenntnis der Kant\schen Philosophie und in stetem Austausch mit Goethe entwickelten sich seine späten historischen Dramen, allen voran der "Wallenstein". Schiller blieb seinem Glauben an die Verwirklichung der Würde und Freiheit des Menschen trotz schwerer Krankheit und Hinfälligkeit bis zu seinem frühen Tod 1805 treu.
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