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Oktober 2001 - gebunden - 160 Seiten
Der zweifellos etwas verrückte Cohen der Barbar und seine Graue Horde sind
ziemlich verärgert über die Götter und wollen ihnen ihr Feuer zurückbringen
- in Form einer kleinen, aber kräftigen Bombe, deren Explosion das Ende
der Scheibenwelt wäre. Um das zu verhindern und Cohen samt seiner Mitstreiter
zur Vernunft zu bringen, stellt Lord Vetinari ein Team zur Rettung der
Scheibenwelt aus drei bewährten Kräften zusammen, als da sind: Rincewind,
der beherzte "Zaubberer"; Leonard von Quirm, auch bekannt als Leonard da
Quirm, Erfinder, Maler und wohl genialster Mensch weit und breit, allerdings
bisher ins Gefängnis verbannt, da Lord Vetinari der Ansichtwar, die Scheibenwelt
sei noch nicht reif für Leonards Visionen; und der pflichtbewusste, furchtlose
Hauptmann Karotte. Ihnen wird die ehrenvolle Aufgabe zuteil, eine von Leonard
erdachte Flugmaschine namens "Milan" zu besteigen und einen waghalsigen
Plan in die Tat umzusetzen. Bei dem "Milan" handelt es sich um eine Art
Schiff, das in der Lage sein soll, sich mit Hilfe von 200 feuerspeienden
Drachen in die Lüfte zu erheben. Der Plan besteht nun darin, zunächst über
den Rand der Scheibenwelt hinauszufahren. Die enorme Anziehungskraft soll
dann das Gefährt unter der Scheibenwelt hindurchziehen und es auf der anderen
Seite wieder auftauchen lassen - im Optimalfall in einer Höhe, die es seiner
Besatzung erlaubt, am Wohnsitz der Götter zu landen. Die Zauberer werden
das Unternehmen von der Erde aus durch ihr Omniskop beobachten, ein hochkompliziertes
Gerät, mit dem sich theoretisch in die Zukunft blicken ließe - aber in
welche eigentlich? Cohen und seine Männer - Boy Willie, Kriecher der Unhöfliche,
Caleb der Brecher, Herr "Lehrer" Zervelatwurst, der Alte Vincent und der
Irre Polterer in seinem Kampfrollstuhl - bewegen sich derweil unaufhaltsam
auf den Götterpalast zu. Unterwegs gelingt es ihnen sogar, einen Spielmann
zum Mitreisen zu überreden, damit auch jede Station ihres Abenteuers für
die Nachwelt (welche Nachwelt?) in einem feierlichen Epos festgehalten
wird. Leider hat der Barde gar keine Erfahrung im Verfassen von Gedichten,
aber die wackeren Recken lassen ihn nicht hängen und soufflieren an den
richtigen Stellen. Unterdessen ist der "Milan" mit seiner dreiköpfigen
Besatzung und den Drachen im Beiboot zu seiner gefährlichen Mission ausgelaufen.
Wie geplant stürzen sie über den Rand der Scheibenwelt, und es werden den
Männern einige unvergessliche Aussichten auf ihre Unterwelt zuteil. Nach
etlichen betrüblichen technischen Pannen landet die Mission - fälschlicherweise
- auf dem Mond. Karotte hisst sofort die Flagge von Ankh-Morpork, die umgehend
von den kleinen Mond-Drachen aufgefressen wird. Diese ernähern sich ansonsten
scheinbar prächtig von der merkwürdigen, silbrigen Vegetation des Himmelskörpers,
was die Besatzung auf die Idee bringt, auch die eigenen ausgehungerten
Drachen weiden zu lassen. Doch verwandelt sich das Mondkraut im Magen der
Tiere in pure Energie, und was passiert, als sie zu rülpsen anfangen, sieht
von der Scheibenwelt betrachtet so aus, als würde der Mond explodieren.
In letzter Sekunde gelingt es dem "Milan" wieder abzuheben, und knapp vor
den Helden der Grauen Horde landet die Mission schließlich doch noch im
Götterhof. Cohen ist zwar nach einigen besänftigenden Worten bereit, von
seinem Vorhaben abzulassen, aber leider hat Kriecher der Unhöfliche während
der etwas unübersichtlichen Verhandlungen den Auslöser gedrückt. Wahre
Helden sind nun gefragt, um die Scheibenwelt doch noch zu retten - was
sie auch unverzüglich tun, indem sie mit der gezündeten Bombe auf dem Rollstuhl
des Irren Polterers den Berg hinabjagen. Die folgende gewaltige Detonation
richtet übrigens keine sichtbaren bleibenden Schäden an. Auch wenn "Tilger
aller Schmerzen" dabei wieder mal seine klapprigen Finger in der Geschichte
hat...
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