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Oktober 1994 - kartoniert - 366 Seiten
Die Ereignisse im Nahen Osten, der vorerst geglückte Friedensschluß zwischen Israel und den Palästinensern, machen den jüngsten Roman des meisterhaft erzählenden Friedenspreisträgers Amos Oz auf das neueste hoch aktuell: Mit dem ironischen Porträt des sich selbst quälenden Intellektuellen Fima ist Amos Oz nicht nur eine Diagnose der gegenwärtigen israelischen Gesellschaft gelungen, sondern zugleich ein äußerst humor- und liebevolles Porträt der täglich mit den Fragen von Leben und Tod konfrontierten einzelnen Israelis. Denn hier werden die Hoffnungen wie Ängste der Israelis auf das genaueste dargestellt: Jerusalem erscheint als völlig verrottet, nichts funktioniert, jeder »zweite Typ ein halber Prophet und ein halber Ministerpräsident«, kurz: »ein Irrenhaus«. »Das erzählerische uvre dieses politischen Romanciers, der sich in der epischen Nähe von Salman Rushdie und Günter Grass, Milan Kundera und Lars Gustafsson, Lobo Antunes und Mario Vargas Llosa aufhält, könnte jetzt schon als kritische Annotation der Geschichte Israels gelesen werden - und als wachsender Prozeß einer Ernüchterung, ja Ausnüchterung politischer und gesellschaftlicher Utopien.« Wolfram Schütte, Frankfurter Rundschau
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