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März 1996 - kartoniert - 688 Seiten
Abd al-Gawwad, der übermächtige Herrscher der Familie, ist gefürchtet und geliebt zugleich: Strotzend vor Vitalität und Lebenslust ist er ein liebenswürdiger Freund und geistreicher Unterhalter, ein Kenner von Kunst und Gesang und nicht zuletzt ein feinfühliger Liebhaber schöner Frauen. Doch wenn er die Treppe zu seinem Palast hochsteigt, verwandelt er sich zum gnadenlosen Patriarchen, der Ehefrau, Töchter und Söhne an seinen Fäden führt.
Die Familienmitglieder verstricken sich immer tiefer im Geflecht ihrer verunsicherten Beziehungen. Seine Ehefrau Amina wagt sich zum ersten Mal hinaus auf die Straße. Der Sohn wie die Tochter verfallen einer unschicklichen Liebe. Und draußen auf der Straße wird mit Demonstrationen und Streiks das Ende des britischen Protektorates gefordert.
Der Nobelpreis für Nagib Machfus galt vor allem auch seiner Kairoer Trilogie. Die westliche Kritik verglich sie mit den »Buddenbrooks«, der »Forsythe Saga«, der »Danziger Trilogie«, der »Comedie Humaine« Balzacs, nannte sie den »Baedeker zu Ägyptens Seele«... Über drei Generationen und drei Jahrzehnte hinweg wird das Leben einer Kairoer Kaufmannsfamilie verfolgt und zu einem reichen Gemälde ägyptischen Lebens verdichtet.
»Nagib Machfus schuf mit seinem Romanzyklus ein Werk, das zum Vorbild aller Romanciers der arabischen Welt wurde.«
Süddeutsche Zeitung, München
»Ein schönes, böses Märchen aus dem alten Orient mit seinen befremdlichen Sitten, seinen unberechenbaren Despoten und seinen duldsamen Frauen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
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