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September 2002 - kartoniert - 368 Seiten
>>Mit eminenter Sachkenntnis und nicht zuletzt mit einem von keiner Tradition befangenen Urteil breitet Friedell eine umfassende Entwicklungsgeschichte des Lebens der vorchristlichen Seele aus, wobei Tragödie und Göttervorstellung nicht weniger berücksichtigt werden als der Alltag eines Athener Bürgers zur Zeit des Perikles. << Süddeutscher Rundfunk Dieses posthum 1950 erschienene Werk bildet einen in sich geschlossenen Bestandteil der von Egon Friedell als Pendant zur >Kulturgeschichte der Neuzeit< geplanten dreibändigen >Kulturgeschichte des Altertums<, die infolge seines tragischen Todes unvollendet blieb Friedells Kulturgeschichte gibt ein vielschichtiges Bild des Lebens und der Kultur im alten Griechenland, vom grauen Alltag bis zur hohen Politik, von der Haustierhaltung bis zur Vasenmalerei und der Philosophie der Eleaten - so, wie es sich dem geistreichen Wiener Causeur, der alles gelesen hat und alles weiß, darbietet Friedells Bericht über das alte Hellas stimmt freilich nicht überein mit dem klassischen, dem heiteren Griechenlandbild Winckelmanns, Hölderlins und Goethes, das ist sozusagen von den Säulen auf die Straße heruntergeholt, denn >>das Altertum war nicht antik<<. Friedell sieht und zeigt - und darin folgt er Bachofen, Burckhardt und Nietzsche - auch die Nöte und Zwänge, die Grausamkeit und die Verzweiflung des griechischen Lebens, der unerlösten >vorchristlichen Seele<.
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