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November 2004 - kartoniert - 503 Seiten
Unter den Romanen des großen Realisten Fontane ragt sein Alterswerk Der Stechlin besonders hervor. Es wurde zunächst in neun Folgen in der Zeitschrift) "Über Land und Meer" (1897) publiziert. Als Buch erschien es erst ein Jahr nach Fontanes Tod 1899. Fontane charakterisiert den Roman in einem Brief(-entwurf) an den Redakteur Adolf Hoffmann: »Der Stoff, soweit von einem solchen die Rede sein kann - denn es ist eigentlich bloß eine Idee, die sich einkleidet - dieser Stoff wird sehr wahrscheinlich Ihre Zustimmung erfahren. Aber die Geschichte, das was erzählt wird. Die Mache! Zum Schluß stirbt ein Alter und zwei Junge heiraten sich; - das ist so ziemlich alles, was auf 500 Seiten geschieht. Von Verwicklungen und Lösungen, von Herzenskonflikten oder Konflikten Überhaupt, von Spannungen und Überraschungen findet sich nichts. - Einerseits auf einem altmodischen märkischen Gut, andrerseits in einem neumodischen gräflichen Hause (Berlin) treffen sich verschiedene Personen und sprechen da Gott und die Welt durch. Alles Plauderei, Dialog, in dem sich die Charaktere geben, mit und in ihnen die Geschichte. Natürlich halte ich dies nicht nur für die richtige, sondern sogar die gebotene Art einen Zeitroman zu schreiben ... « Nach Thomas Mann ist Der Stechlin das in "artistischer Beziehung am weitesten über seine Epoche" herausragende Werk.
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