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April 1995 - kartoniert - 111 Seiten
Dario Fo, geboren am 24. März 1926 in einem kleinen Dorf am Lago Maggiore, entstammt einer einfachen, aber politisch aktiven Familie. Während des 2. Weltkrieges kämpfte Fos Vater auf Seiten der Partisanen und organisierte Flucht- und Versteckmöglichkeiten für Juden. Fo setzte diese von sozialistischen Idealen geprägte familiäre Tradition in seiner Theaterarbeit fort. Mit seiner Frau, der Schauspielerin Franca Rame, initiierte er verschieden Theaterprojekte, die alle in Struktur und Repertoire politisch motiviert waren bzw. sind. Fo selbst tritt als Schauspieler auf, führt Regie und schreibt die Stücke, die volkstümlich-burleske Elemente mit aufklärerisch verstandenen Verfremdungseffekten verbinden. Fos Werke werden weltweit aufgeführt, wobei in Deutschland vor allem "Kinder, Küche, Kirche" (it. 1977), "Zufälliger Tod eines Anarchisten" (it. 1978) und "Bezahlt wird nicht" (it. 1974) bekannt sind. Fo hat mit seiner Auffassung von Theater bewiesen, dass die Verarbeitung ernsthafter politisch-gesellschaftlicher Anliegen eine überaus komische Angelegenheit sein kann. Ob sein Theater die Menschen erreicht, deren Belange er vertreten will, sei dabei dahin gestellt. 1997 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.
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