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Januar 2009 - kartoniert - 289 Seiten
Matthias Claudius - da denkt man sogleich an den Mond, der da aufgegangen ist. Doch der Schriftsteller, der zu den Größen der literarischen Epoche der Empfindsamkeit zählt, hat weit mehr zu bieten als dieses anrührende Lied: 1740 als Sohn eines Pfarrers in Reinfeld/Holstein geboren, studierte er zunächst Jura und Theologie, bevor ihn die Bekanntschaft mit Klopstock in literarische Gefilde lockte. Weil er zu Beginn von der Schriftstellerei allein nicht seinen Lebensunterhalt bestreiten konnte, betätigte er sich zunächst als Bankrevisor, dann, auf Vermittlung Herders, als Oberlandeskommissar in Darmstadt. Erst seit 1777 war es ihm möglich, als freier Schriftsteller seinen Neigungen nachzugehen. Als Herausgeber des "Wandsbecker Boten" ging Claudius in die Literaturgeschichte ein - die wöchentlich vier Mal erscheinende Zeitung veröffentlichte seine volkstümlichen Gedichte, Übersetzungen, Briefe und Abhandlungen und machte sie populär. Claudius starb 1815 in Hamburg.
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