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März 2010 - kartoniert - 259 Seiten
Bedingungen Abweichenden Verhaltens müssen heute über unterschiedliche
biografische Konstellationen erschlossen werden, in denen die gesellschaftlichen
Ursachen und institutionellen Definitionen von Devianz vermittelt sind.
Damit rückt auch das Selbst in seiner personalen Bewältigungsdimension
in den Mittelpunkt des Zugangs zur Devianz. Hier knüpft die Pädagogik Abweichenden
Verhaltens an. Die Einführung erschließt aber nicht nur einen pädagogischen
Zugang zu Abweichendem Verhalten, sondern ermöglicht auch eine soziologische
Annäherung an das Subjekt aus dem Sozialen heraus. In einer pädagogisch
akzentuierten und psychoanalytisch rückgebundenen Sozialisationsperspektive
werden die kriminologischen Devianztheorien auf die pädagogische Bewältigungsthematik
bezogen und in einem interdisziplinären Konstitutionsmodell Abweichenden
Verhaltens erschlossen. Diese Zusammenhänge werden dann in der Fragestellung
erweitert und vertieft, wie die institutionellen Kontexte der Erziehung
und Bildung Abweichendes Verhalten strukturell herausfordern und wie sie
damit umgehen. Im Schlußteil werden die erarbeiteten Erkenntnisse für die
Praxis der Pädagogik und Sozialarbeit aufbereitet. Ausgehend von typischen
diagnostischen Zugangs- und pädagogischen Interventionsprinzipien werden
Methoden der Arbeit mit Cliquen, der Konfliktschlichtung in der Schule,
der Krisenintervention und der Diversion dargestellt. Eingebunden ist dieser
Praxisteil in grundsätzliche Überlegungen zu Erziehung und Strafe, zur
Prävention und zum Verhältnis von Justiz und Pädagogik.
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