Bewertung schreiben
Schreiben Sie eine Bewertung für: Stolz und Vorurteil
Nur die mit fett gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden!
2005 - kartoniert - 352 Seiten
Die Romane der englischen Pfarrerstochter Jane Austen, die 1817 mit 42 Jahren an Tuberkulose starb, gehören zu den bedeutendsten Werken der klassizistischen Literatur um die Wende zum 19. Jahrhundert. Literarisch geschult an Henry Fielding und in der »Treffsicherheit der Satire« und der »völlig unsentimentalen Bewältigung eines gefühlsträchtigen Stoffes« Fielding durchaus ebenbürtig, hat Jane Austen zeitgenössische und spätere Literaten nachhaltig beeinflußt. Heute taucht der Name Jane Austen vor allem bei jüngeren Autorinnen immer wieder auf. Dabei gilt es keine Emanzipationsschriftstellerin zu entdecken, sondern eine humorvolle Schilderin von Charakteren, die das Wesen der Menschen in ihrer kleinen Weit mit feiner Ironie und psychologischer Sensibilität durchschaut und sie einfügt in die Lebensordnung der damaligen Gesellschaft. Jane Austens Romane haben an ursprünglicher Frische und Lebendigkeit bis zum heutigen Tag nichts eingebüßt. Kaum älter als zwanzig Jahre war Jane Austen, als sie 1796/97 ihren ersten Roman »Stolz und Vorurteil« (»Pride and Prejudice«) schrieb, der neben ihrem reifen Werk »Emma« zu ihren besten Romanen gezählt wird. Sicher ist es ihr beliebtester und populärster Roman, der erst 1813 in London, anonym wie ihre anderen zu Lebzeiten veröffentlichten Werke, erschien und sofort ein großer Erfolg wurde. Er blieb es im englischsprachigen Raum in unzähligen Ausgaben bis heute. Aber auch an deutschen Übersetzungen fehlte es über mehr als 150 Jahre nicht. »Stolz und Vorurteil« wurde 1942 in Hollywood verfilmt und 1959 als Broadway Musical aufgeführt. Das Sensationelle an Jane Austens Büchern ist, daß nichts Sensationelles passiert. »Drei oder vier Familien in einem Dorf auf dem Lande, das ist der ideale Romanstoff«, schreibt sie einmal an ihre Nichte. In diesem Roman ist es die Gutsbesitzerfamilie Bennet aus Longbourn, die ein recht schwieriges Problem zu bewältigen hat. Fünf Töchter und kein Mann für sie! Für Mrs. Bennet ist es ein Kampf auf Leben und Tod, die Töchter unter die Haube zu bringen, ein Kampf gegen die anderen Mütter konkurrenzfähiger Töchter in der Nachbarschaft, der natürlich in der guten ländlichen Gesellschaft nicht offen, sondern mit Winkelzügen und Mißtrauen ausgetragen wird. Doch der blinde Eifer der Mutter und Stolz und Vorurteil bei Töchtern und Junggesellen erweisen sich des öfteren als ausgesprochener Fehlschlag, so daß das ganze Spiel von vorn beginnen muß. Im Mittelpunkt der vielen liebevoll gezeichneten Charaktere steht die schöne und kluge Elisabeth Bennet, die in ihrer Frische und Lebhaftigkeit zu Jane Austens Lieblingsgestalten gehörte und die »vielleicht mehr Verehrer als jede andere Heldin in der englischen Literatur« hatte, R. L. Stevenson nicht ausgenommen. Im Fischer Taschenbuch Verlag liegen außerdem die Romane »Emma( (Bd. 2191) und »Mansfield Park« (Bd. 5491) vor.
Anzahl der Meinungen insgesamt: 0