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Januar 1991 - kartoniert - 460 Seiten
Als die Wölfin Akbara und ihr Wolf Taschtschajnar ein letztes Mal vor dem schlimmsten Feind - dem Menschen - ausreißen, ahnen sie nicht, daß ihr Ende unausweichlich ist. Die Zeit der Wölfe, der Antilopen und der Hirten scheint abgelaufen. Denn wo immer der Mensch in das seit Urzeiten herrschende Gleichgewicht der Natur eingreift, wächst die Verwüstung des Lebens. Awdij Kallistratow, der ausgestoßene Priesterzögling und Gottsucher, kann sich mit der gleichgültig und selbstsüchtig gewordenen Welt nicht abfinden. Auf der Suche nach den Wurzeln der Kriminalität tarnt er sich als Rauschgift Mujun-Kum, wo der berauschende Hanf Anascha wächst. Eine Reise, die ihm zum Kreuzweg wird. Tschingis Aitmatow spannt in seinem Roman einen großen Bogen: Von Moskau bis in die Steppen der Mujun-Kum und zu den Gletschern am Ala-Möngkü, von den drängenden Problemen der Sowjetgesellschaft bis zu einer Vision von Golgatha, wo Jesus von Nazareth und Pontius Pilatus darüber streiten, was eigentlich den Menschen zum Menschen macht.
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